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Nimm mich mit Kapitän in die Reussfähre

04.07.2009 - 11:12

Zugegeben. Die Erwartungen an den gestrigen Abend in der Reussfähre waren gross. Und dies kommt nicht von ungefähr (hier kann man lesen, weshalb). Versüsst wurde er in den Anfängen von den Swinging Boys, zum Phänomen wurde er dank meinem altbekannten und heissgeliebten Freund Wurlitzer.

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Kommentar | !!!!!, Bühne, Musik, Nachtleben

 
 
 

Ein Hasenkuss am Helvetiaplatz

20.06.2009 - 10:18

Die in London und Berlin ansässige, zwischen Film, Pop, Theater und Performance hin- und herhüpfende Performance-Gruppe Gob Squad hat gestern den Südpol beehrt. Mit frenetischem Applaus, Girlanden, Konfetti und Leuchtkerzen haben wir die vier verschwitzten, lediglich in Unterwäsche gekleideten, Performer empfangen, wurden dabei gefilmt und so zu Mitspielern ihrer Videoaktion «Super Night Shot».

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Kommentar | !!!!!, Film, Kunst, Nachtleben

 
 
 

Panorama der Innovation

17.06.2009 - 23:55

Ja, es ist verkürzend, die Kunst-Werkschau (Panorama des Scheiterns, Anfang Juni im Südpol) der Design-Werkschau an der HSLU im Sentimatt direkt gegenüberzustellen (Hohe Kunst hat schliesslich nichts mit den Niederungen des Kunsthandwerks zu tun, oder? Der Mensch macht sich’s leicht, er denkt bipolar). Ich tu’s trotzdem und konstatiere: die diesjährige Design-Werkschau bietet einmal mehr inspirierende Einblicke in die Ideenschmieden der Bereiche Textildesign, Illustration, Graphic Design, Video, Animation (und Design Management). Besonders hoch schlägt das Herz unsereins in textilen Gefilden auf der troisième étage, wo es vor Stofflichkeit knistert. Kein Wunder, schliesslich hängt das Textile (von lat. textere: weben, ein bisschen Schullatein liegt noch drin) unmittelbar mit dem Text zusammen. Q.e.d.

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Kommentar | !!!!!, Kunst

 
 
 

Architektur aus den Angeln heben

15.06.2009 - 12:08

Wie nehmen wir Innenräume wahr? Woran orientieren wir uns? Wie funktioniert fotografische Repräsentation von Architektur? Gegenwärtig geht die Innerschweizer Künstlerin Barbara Davi im o.T. Raum für aktuelle Kunst in ihrer raumgreifenden Installation «Pillars and Panels» mit minimalen, spielerischen Eingriffen diesen Fragen auf die Spur. Im kleinen Raum gibt ausserdem der von Davi eingeladene schwedische Künstler Henrik Strömberg Einblick in seine fotografischen Erkundungen, in denen er ein geheimnisvolles Spannungsfeld zwischen Gegenstand und Abbildung ausbreitet.

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Kommentar | !!!!!, Kunst

 
 
 

Panorama des Scheiterns

30.05.2009 - 11:59

Wenige Arbeiten der diesjährigen Werkschau 09 des Studiengangs Kunst & Vermittlung Hochschule Luzern Design und Kunst haben mich wirklich beim krausen Schopf gepackt. Herauslesen lässt sich eine deutliche Tendenz zur Malerei, auch bei denjenigen, die eigentlich in anderen Medien ihre Stärken haben. Ansonsten wird aufgewartet mit beliebigen Formenspielen und aus der Not eine Tugend machende Arbeiten. Und doch blitzten in einigen Ecken und Nischen des Südpols Luzern vereinzelt Perlen auf.

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Spiel als Film, Film als Spiel, Spiel mit dem Film, gefilmtes Spiel, spielender Film, filmendes Spiel, filmspielen

22.05.2009 - 15:06

Mit ihrem feinsinnigen Filmporträt «Das grosse Spiel Film» lüftet die Schweizer Autorenfilmerin Anka Schmid den Schleier des Vergessens, der sich über das Schaffen, Wirken und Leben der Künstlerin, Filmpionierin und -poetin Isa Hesse Rabinovitch (1917-2003) gelegt hat. Ein wichtiger Bestandteil dieses dokumentarischen Porträts bilden dabei längere Filmausschnitte aus Rabinovitch’s reichhaltigem filmischen Oeuvre, die einen in quere und poetische, zuweilen auch absurde, unheimliche und surreale Bildwelten eintauchen lassen.

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Kommentar | !!!!!!, Film, Kunst

 
 
 

Scheinbar im luftleeren Raum

09.05.2009 - 12:24

Ein Stimmensammelsurium zur künstlerischen Arbeit «beyond» der Zwillingsschwestern Ruth und Rebecca Stofer (*1982), die hier fast ganz den Blicken entzogen bleibt. Wer sehen, hören und staunen will, soll unbedingt selber hingehen! – Vernissage war gestern in der Galerie sic! an der Baselstrasse.

Zusammenstellung: Andrea Portmann, Bilder: Kevin Graber Mehr »

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Terrain vague oder: Der Zustand permanenter Irritation

02.05.2009 - 13:44

Ich wusste nicht, ob die Frau, die sich vor mir aufpflanzte und mit durchdringendem Blick anstarrte, auch zu den zahlreichen Performerinnen gehörte, die gestern das gesamte Lido-Terrain aus den Angeln hebten. Ob nicht vielmehr sie mich für eine der Performenden hielt oder ob sie vielleicht einfach nur etwas verwirrt war. Für einige Abendstunden verwandelte sich gestern das Strandbad Lido, das noch bis nächsten Samstag brach liegt, in eine durchlässige Zone verschiedenster musikalischer, installativer und aktionistischer Interventionen.

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Kommentar | !!!!!, Kunst

 
 
 

«Es goht nor oms rede. Wennd mensche nor öber das wörded rede, was sie begriffed, wär’s sehr stell.» Ein Philosoph.

25.04.2009 - 18:16

Gestern wurde viel (aneinander vorbei) geredet, gepoltert und monologisiert. Im grossen Speisesaal des nostalgischen Jugendstil- Hotels Pax Montana im Flüeli-Ranft kreuzten Figuren verschiedenster Prägung auf: Chnuschtige und schlaue Einheimische (Obwaldner), spirituelle, potentiell-gefährliche und skurrile Gäste, sowie emsiges Personal. Zur Uraufführung kam unter der Regie von Ursula Hildebrand, in Zusammenarbeit mit der Thatergesellschaft Sarnen, das ortspezifische Theaterstück Hert dra zuächä, das sich aus sechs verschiedenen Kurzdramen der Innerschweizer AutorInnen Dominik Brun, Romano Cuonz, Christoph Fellmann, Roland Infanger, Barbara Studer und Annette Windlin zusammensetzt.

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Also sprach er … die gefiederten Worte

19.04.2009 - 17:09

Gestern hat der Odyssee-Marathon begonnen. Im Kleintheater Luzern. An acht Tagen lässt uns Schauspieler Walter Sigi Arnold (links im Bild) mit seiner angenehm wohlklingenden Stimme in die mal sanft wogenden, mal archaisch rauschenden 12 110 Hexameter Verse (24 Gesänge, ursprünglich auf Buchrollen) von Homers «Odyssee» eintauchen und mitschaukeln. Nicht auf Griechisch, sondern in der fabelhaften deutschen Übersetzung des Luzerner Altphilologen Kurt Steinmann (mittig im Bild), der seiner Berufsgattung gestern alle Ehre machte. Es empfiehlt sich, während des Zuhörens die Augen offen zu halten, weil man sonst: a) von der wallenden Sprachrhythmik und ob all den kunstvollen Retardierungen in einen süssen Schlaf gelullt wird und b) die dynamischen, auf den Strich gebrachten Odyssee-Visualisierungen des Luzerner Illustrators Melk Thalmanns (rechts im Bild) verpasst.

Von der Kopfgeburt, der funkeläugigen Athene, die Zeus’ Haupt entsprang Mehr »

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