03.11.2010 - 22:34
Theater avant la lettre ist die Platzzuweisung beim Figurentheater «Das Eselein». Unter der Regie von Claude Kuijer, der Leiterin Figurentheater des Luzerner Theaters, findet jedes Kind den richtigen Platz. Eingeteilt werden die Kleinen – das Figurenspiel möchte bereits die Vierjährigen verzaubern – in die Kategorien Zuschauen mit, bzw. ohne Eltern. Die Kleinsten nach vorne, die Mittleren in die Mitte und die Grossen nach hinten, diese Kategorien sind bekanntlich fliessend, so dauert die Findung seine Zeit. Weiter kein Problem: In dieser Welt spielt die Zeit als Wacher und Mahner noch keine Hauptrolle. So entsteht hier für einmal Kultur nicht mit dem «Zusammentreffen von Kreditkarte und Parkettlogensitz» (Ursula Pia Jauch), nein fürwahr, da wird gesungen und gespielt, wie es beliebt.
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Kommentar | !!!!!, Bühne
24.09.2010 - 16:14
Sieht man von den Unzulänglichkeiten, die Generalproben an sich haben, ab, so überzeugt die Theatergruppe Ellen Reksom ein weiteres Mal durch grundsolide Leistung. Zur Erinnerung: Ellen Reksom ist ein Laienschauspielkollektiv von sechs jungen Frauen, die sich in Luzern langsam und mit stetiger Sicherheit zur Institution im ambitionierten Laienschauspiel mausern. In losen Abständen geben sie Einblick in ihr Können. So auch gestern mit einer Bühnenadaption von Judith Hermanns Kurzgeschichte «Sommerhaus, später», das im gleichnamigen Band 1998 erschienen ist.
Von Aurel Jörg (Bild: Micha Bietenhader) Mehr »
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30.05.2010 - 11:53
Nach dem Exploit die Ernüchterung: Schuld und Sühne als Höhepunkt des Spielplans (zumindest von der Sparte Sprechtheater) der Saison 2009/10, und jetzt dies. Die gestrige Premiere war nicht schlecht, so viel vorne weg, leider auch nicht gut.
Von Aurel Jörg
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09.04.2010 - 20:27
Man mag vom modernen Theater halten, was man will, aber ein stupendes Gesamtwerk wie dieses wird nur in einem arbeitsteiligen Rahmen ermöglicht. Es setzt eine sehr gute Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Verantwortlichen voraus, um am Schluss ein so stimmiges Gesamtkonzept wie bei «Schuld und Sühne» am Luzerner Theater zu erzeugen. Hier greifen in idealer Weise die einzelnen künstlerischen Bereiche wie in einem Räderwerk ineinander.
Von Aurel Jörg (Bilder Toni Suter/zvg) Mehr »
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13.03.2010 - 18:18
Der Verlag «Der gesunde Menschenversand» gibt anlässlich der Zentralschweier Literaturtage in der Stadtmühle Willisau Einblick in das Schaffen seiner Künstler. Kulturteil ist sich nicht zu schade, den vermeintlich weiten Weg raus in die Provinz unter die Räder zu nehmen und in provinzieller Manier – man kennt und hilft sich gegenseitig – einem bekannten Verlagspatron und seinen Autoren ein Kränzchen zu winden. Vorne weg, der «weite» Weg ins Städtle hat sich gelohnt. Nicht nur wegen Willisau. I’m serious!
Von Aurel Jörg Mehr »
1 Kommentar | !!!!!, Musik, Wort
25.02.2010 - 14:23
Am Dienstag premierte «Immer ist Jetzt» im Südpol, gestern «Eva und Heinz – wenn Liebe nicht reicht» im Kleintheater. Beides sind Produkte aus dem Projekt «Tankstelle neue Szene!», das die genannten Häuser in Kollaboration verantworten. Ziel des Projektes ist es, freies Tanz- und Theaterschaffen zu fördern. Kulturteil besuchte gestern Mittwoch das Kleintheater und hatte sich mehr erhofft.
Von Pablo Haller und Aurel Jörg Mehr »
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20.02.2010 - 16:38
Die Geschichte, die in «Rose is a rose is a rose is a rose» erzählt wird, hätte ebenso gut wirklich in diesem Lokal – dem UG des Luzerner Theaters – ihren Anfang nehmen können. Zwei junge Menschen begegnen sich in der Disco und verbringen die Nacht miteinander. So ist es denn nicht weiter verwunderlich, dass die Bühne (oder wie hier sprichwörtlich der Bühnenraum) ziemlich unbelassen – eben wie eine Disco – daherkommt: ein DJ-Pult (das zwischendurch auch als Sofa herhalten muss) ins vordere Drittel gerückt und eine für den Raum eher zu gross gehaltene Leuchtkugel im Hintergrund. That’s it, vorerst. Aber, es ist keine gewöhnliche Nacht, die da ihren Lauf nimmt … Sie endet im Tumult.
Von Aurel Jörg Mehr »
3 Kommentare | !!!!!, Bühne