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	<title>Kulturteil</title>
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	<description>Der Blog des Kulturmagazins</description>
	<pubDate>Tue, 27 Jul 2010 11:39:52 +0000</pubDate>
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		<title>Anti-Depro zum Dritten</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Jul 2010 10:37:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hau</dc:creator>
		
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		<category><![CDATA[Nada Surf]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Trio, das zu viert antritt und zum dritten Mal die Schüür beehrt. Genau: Nada Surf beehrten am Donnerstag das ihnen vertraute Konzertlokal in der ihnen bestens als Regenort bekannten Stadt.
Von Rainman Urs Hangartner
Weekend Phantom («Luzern/Fribourg»), die Sieger des Lakeside-Wettbewerbs, eröffnen als Vorgruppe. Nicht zufällig haben die drei unter ihren Einflüssen auch Nada Surf aufgelistet. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright" src="http://barsco.free.fr/pics/Nada%20Surf.gif" alt="" width="155" height="108" />Ein Trio, das zu viert antritt und zum dritten Mal die Schüür beehrt. Genau: Nada Surf beehrten am Donnerstag das ihnen vertraute Konzertlokal in der ihnen bestens als Regenort bekannten Stadt.</p>
<p>Von Rainman Urs Hangartner</p>
<p><span id="more-6374"></span>Weekend Phantom («Luzern/Fribourg»), die Sieger des Lakeside-Wettbewerbs, eröffnen als Vorgruppe. Nicht zufällig haben die drei unter ihren Einflüssen auch Nada Surf aufgelistet. Was das heimische Trio bringt: Fast schon grosse Klasse im dichten Spiel. Bei guter Gelegenheit wird auf Weekend Phantom zurückzukommen sein. Versprochen.</p>
<p>Gitarrist/Sänger Matthew Caws, der Blonde im Karo-Hemd, bezeichnet von der Bühne herab Luzern als «a rainy city». Womit er Recht haben mag: Am Donnerstag schiffts, letztes Mal seis «floating» gewesen. Er spricht dabei vom legendären Hochwassersommer 2005, als die New Yorker ein zweites Mal hier waren. In den Schüür-Annalen als herausragendes Highlight der letzten zehn Jahre überhaupt gilt aber der Nada-Surf-Gig vom 30. Mai 2004.</p>
<p>Also, Nada Surf spielen ein Schweiz-exklusives Konzert in vertrauter Umgebung vor vertrautem Publikum (und auch einigen Auswärtigen, die eigens hierher pilgern). Noch ein Musikerwort: Es sei schon hart, diese Tour gar die härteste, von «airconditioned backstage» auf die Bühne zum «airconditioned backstage» usw. Es sei «hellish» angesichts der herrschenden Heiss-Grosswetterlage, aber «nontheless: it’s great». Rock’n’Roll eben.</p>
<p>Das vierköpfige Trio: Ausser Caws sind in der Stammbesetzung Bassist/Sänger Daniel Lorca, der Latino-Secondo, und Drummer/Sänger Ira Elliot dabei. Mit im Spiel auf der Tour ein gut bekanntes Gesichts. Es ist Martin Wenk aus Deutschland, seines Zeichens Mitglied der hier bestens bekannten Calexico (und auch bei einem Stephan Eicher spielend). Wenk stützt die instrumentale Arbeit des Trios und bringt schöne zusätzliche Klangfarben ein. Er kann fast alles, nur das Vibraphon hat er zuhause gelassen: Tasten, Gitarre, Trompete, Schellenkranz – und Theremin! Und es passiert auch, dass er zu den drei Stimmen des Trios eine vierte dazu singt. Wunderbare Chörli gibt das dann.</p>
<p>Nada Surf können auf einen schönen Songkatalog zurückgreifen. Man erinnert sich an ihr letztes «richtiges» Album von 2008 («Lucky»), und sie haben pressfrisch ein Neues im Angebot: «If I Had A Hi-Fi» (bitte mal rückwärts lesen!) ist einfach so aus Spass zwischendurch eingespielt worden. Es versammelt ein Dutzend das eigene Musikschaffen inspiriert habende Songs, es sind Cover-Versionen, nicht einfach Naheliegendes, sondern eben auch Unbekannteres (bis gar «least known», so Caws). Wie etwa das Entdeckenswerte von Bill Fox (bei Nada Surf tönt es, nicht zuletzt dank der 12-saitigen E-Gitarre von Herrn Wenk, nach den Byrds): «Electrocution». Und aber auch: «Love Goes On» von The Go-Betweens (hier Wenk an der Trompete), «Enjoy The Silence» (das wohl «best known» Stück, hier mit vier Stimmen; das Original eben: Depeche Mode). «Question» von Moody Blues spielen sie (leider) nicht, aber sie haben ja reichlich noch eigenes Material vorzutragen, auch in den gern gebrachten Zugaben, die die enthusiasmierte Menge erklatscht.</p>
<p>Schön wars, meine Herren. Das nächste Mal wünschen wir weniger Regen.</p>
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		<title>Das späte Luzerner Highlight am Gurten</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Jul 2010 11:17:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jonas</dc:creator>
		
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		<category><![CDATA[gurtenfestival 2010]]></category>

		<category><![CDATA[les yeux sans visage]]></category>

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		<description><![CDATA[Les yeux sans visage vertraten das Luzerner Musikschaffen am diesjährigen Gurtenfestival oberhalb Berns. Sie taten dies am späten Freitagabend gleich nach den Editors – und überzeugten. Unterstützt wurden die drei Herren von niemand Geringerem als Roman Krankenzimmer 204 Pfaffenlehner.
Von Jonas Wydler
Die Ausgangslage war die: Les yeux sans visage spielten um 2 Uhr Freitagnacht – nach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/07/lesyeux4.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-6359" title="lesyeux4" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/07/lesyeux4-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><a href="http://www.myspace.com/lesyeuxsansvisageband"><em>Les yeux sans visage</em></a><em> vertraten das Luzerner Musikschaffen am diesjährigen Gurtenfestival oberhalb Berns. Sie taten dies am späten Freitagabend gleich nach den Editors – und überzeugten. Unterstützt wurden die drei Herren von niemand Geringerem als Roman Krankenzimmer 204 Pfaffenlehner.</em></p>
<p>Von Jonas Wydler<span id="more-6365"></span></p>
<p>Die Ausgangslage war die: Les yeux sans visage spielten um 2 Uhr Freitagnacht – nach dem fantastischen und ergreifenden Auftritt der Editors und parallel zu Sens Unik (auf der Zeltbühne). Keine einfache Ausgangslage also. So traten sie spät auf der Waldbühne vor ein Publikum, das schon viele Konzerte gehört hatte und vielfach schon relativ betrunken war. Sie läuteten den Auftritt mit einem minutenlangen Bassrauschen ein – noch kein Mensch auf der Bühne. Mutig.</p>
<p>Es ging ähnlich weiter, wie Editors zuvor auf der Hauptbühne endeten: Dunkel, ergreifend und effektvoll. Waviger Rock, eine Reminiszenz aus den tiefen 80ern, es passte perfekt. Remo Helfenstein sang monoton seine Worte, derweil auf Dominic Deville auf die Becken drosch und für die eher lauten, schreienden Vocals besorgt war, was als Gegenpart zu Helfenstein wunderbar funktioniert. Ismail Osman an der Gitarre streute verzerrte, helle Gitarrenparts ins dunkle Gewölk. Fast ohne Worte und Ansagen absolvierten sie ihren stündigen Auftritt und es war so dermassen authentisch, dass es fast unheimlich wurde. Hie und da, ganz am rechten Rand, erschien Roman Pfaffenlehner, bekannt aus Sedel und anderen Luzerner Kulturbastionen. Er war am Schluss fürs Outro besorgt – ein schönes Bild.</p>
<p>Das Publikum harrte aus, wollte mehr und bekam es. Les yeux sans visage dürften am Gurten definitiv eine Stufe höher gestiegen sein. Sie waren ein Highlights des konzertmässig in vielen Belangen sonst eher enttäuschenden Gurtenfestivals.</p>
<p><strong>Das Konzert gibt&#8217;s als </strong><a href="http://www.virus.ch/Podcasts/DRS-Virus.-Schweizer-Musik"><strong>Podcast bei DRS Virus</strong></a></p>
<p><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/07/lesyeux.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-6358" title="lesyeux" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/07/lesyeux.jpg" alt="" width="500" height="375" /></a></p>
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		<title>Viel Schweiss am Kick&#8217;n'Rush</title>
		<link>http://www.kulturteil.ch/2010/viel-schweiss-am-kicknrush/</link>
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		<pubDate>Mon, 12 Jul 2010 10:28:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jonas</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bühne]]></category>

		<category><![CDATA[Kunst]]></category>

		<category><![CDATA[Musik]]></category>

		<category><![CDATA[kick'n'rush 2010]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Mutter aller Fussballturniere, das Kick&#8217;n'Rush, ging vergangenes Wochenende in die zwölfte Runde. Trotz subtropischer Hitze ging es durchwegs sehr engagiert zur Sache. Die sportlichen Sieger heissen Kleintheater Kings &#38; Queens (Kick&#8217;n'Rush-Liga) und Open Air Kino (Herrenliga) – doch die sportliche ist ja nur eine Facette des grossartigen Turniers. Einmal mehr.
Von Jonas Wydler
Es wurde getschuttet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/07/dsc09443.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-6335" title="dsc09443" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/07/dsc09443-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><em>Die Mutter aller Fussballturniere, das </em><a href="http://www.kick-n-rush.ch/"><em>Kick&#8217;n'Rush</em></a><em>, ging vergangenes Wochenende in die zwölfte Runde. Trotz subtropischer Hitze ging es durchwegs sehr engagiert zur Sache. Die sportlichen Sieger heissen Kleintheater Kings &amp; Queens (Kick&#8217;n'Rush-Liga) und Open Air Kino (Herrenliga) – doch die sportliche ist ja nur eine Facette des grossartigen Turniers. Einmal mehr.</em></p>
<p>Von Jonas Wydler<span id="more-6334"></span></p>
<p>Es wurde getschuttet (natürlich), es wurden massenweise nasse Schwamms über den roten Köpfen ausgedrückt, es wurde kommentiert und es lief Musik während den Spielen. Es gab Gretschen, Fluchwörter, Provokationen, viel zu Lachen und es gab Bier. Es ist das Kick&#8217;n'Rush, das Zusammentreffen der Luzerner Kulturszene, um dem runden Leder und dem Drumherum zu frönen.</p>
<p>Wieder eine Aufwärmparty am Freitag im Uferlos, wieder zwei Tage bei brütender Hitze auf den Feldern des FC Kickers, Auffrischung im nahen See oder im Garten des Treibhauses. Am Sonntagabend blieben drei Finals – allesamt engagiert, äusserst spannend und beäugt von vielen vorher Ausgeschiedenen und kommentiert von Dominic Deville.</p>
<p><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/07/dsc09403.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-6336" title="dsc09403" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/07/dsc09403-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>Bei den Herren setze sich das <strong>Open Air Kino</strong> knapp gegen <strong>Tacker Modul</strong> mit einem sehr späten 1:0 durch – es hätten beide gewinnen können. Bei der gemischten, der Kick&#8217;n'Rush-Liga, hiess der Sieger <strong>Kleintheater</strong>, das gegen <strong>Aktion Strafraum </strong>2:1 gewann – das Spiel bot Unterhaltung und Spannung. Und da war noch das Kinderfinale (3:3), hier war der Applaus und die Sympathie durch alle Reihen gross. Heroisch der kleine Knirps in Rot: Von einem Ball fast so gross wie er wurde er am Kopf getroffen und rücklings ins Tor bugsiert. Fünf Minuten später lief er unter Beifall und mit in die Luft gestreckten Armen zurück aufs Feld. Aus ihm wird mal ein grosser Kick&#8217;n'Rusher, da bin ich überzeugt.</p>
<p>Und da waren <strong>Roter Stern Memphisto </strong>(siehe Bild zuoberst), die sich in die Herzen der Zuschauer spielten: Mit Protesen, Schauspieleinlagen, Clownkostüm. Schwalben-Königin Nina Steinemann wurde folgerichtig von der Zuschauerschaft zur schillerndsten Spielerin gekürt.</p>
<p>Apropos schillernd: Die Siegerehrung fand, begleitet von Dudelsack, erhoben über dem Treibhaus, beim Eingang des Theaterpavillons, statt. Schreiend von Deville, predigend von Sam Pirelli und mit prächtigen Luftschlangen-Schüssen gen Himmel.</p>
<p>Es war heiss, es war wunderbar, das KulTORmagazin (ausgeschieden im Achtelfinal gegen Ajax Dada) möchte der ganzen Crew danken und kommt gerne wieder.</p>
<p>Der WM-Final am Sonntagabend verkam fast etwas zur Nebensache, hatte man doch vorher so manches spannendere Spiel gesehen.</p>
<p><em>Bilder: Cathérine Huth (Mehr gibt&#8217;s <a href="http://www.facebook.com/album.php?aid=24696&amp;id=1797925115&amp;saved#!/album.php?aid=24696&amp;id=1797925115">hier</a></em><em>)</em></p>
<p><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/07/dsc09388.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-6337" title="dsc09388" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/07/dsc09388-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/07/dsc09334.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-6338" title="dsc09334" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/07/dsc09334-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/07/dsc09312.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-6339" title="dsc09312" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/07/dsc09312-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/07/dsc09323.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-6340" title="dsc09323" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/07/dsc09323-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/07/dsc09421.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-6341" title="dsc09421" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/07/dsc09421-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/07/dsc09445.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-6342" title="dsc09445" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/07/dsc09445-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></p>
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		<title>Sonntägliches Gedonnere und Gebolle</title>
		<link>http://www.kulturteil.ch/2010/sonntagliches-gedonnere-und-gebolle/</link>
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		<pubDate>Sun, 27 Jun 2010 15:56:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hau</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[!!!!]]></category>

		<category><![CDATA[Musik]]></category>

		<category><![CDATA[Nachtleben]]></category>

		<category><![CDATA[my heart belongs to cecilia winter]]></category>

		<category><![CDATA[südpol]]></category>

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		<description><![CDATA[Ja fürwahr, was war das für ein Gezünde, Gedonnere und Gebolle am Tag des Luzerner Stadtfestes. Selbst vom Krienser Südpol aus hat man ihn, wenigstens partiell-fragmentarisch, miterleben können in nördlicher Richtung, den Feuerzauber, wie er von dort aus über Robert Zünds Eichenwald sichtbar wurde.
Von Urs Hangartner
Doch halt! Wir schreiben hier ja nicht übers Feuerwerk vorne [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ja fürwahr, was war das für ein Gezünde, Gedonnere und Gebolle am Tag des Luzerner Stadtfestes. Selbst vom Krienser Südpol aus hat man ihn, wenigstens partiell-fragmentarisch, miterleben können in nördlicher Richtung, den Feuerzauber, wie er von dort aus über Robert Zünds Eichenwald sichtbar wurde</em>.</p>
<p>Von Urs Hangartner</p>
<p><span id="more-6329"></span><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/myheart.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-6330" title="myheart" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/myheart-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>Doch halt! Wir schreiben hier ja nicht übers Feuerwerk vorne am See. Die Worte gelten für das, was am gestrigen Samstag (der eigentlich ein Sonntag war, siehe weiter unten) im Südpol-Club sich zum Kulturhaussaisonabschluss laut vernehmlich ereignete. Von Zürich her waren <a href="http://www.myspace.com/ceciliawinter">My Heart Belongs To Cecilia Winter</a> ins Sommer-Kriens gekommen. Das ist jene Band, die jüngst mit Album («Our Love Will Cut Through Everything») debütierte und allenthalben, an der Grenze zum Hype, mit Wohlwollen aufgenommen wurde. Namentlich: Tom Luz (Gesang, Gitarre, Tasten), Betty Fischer (Bass, Gesang), Kusi Gerber (Drums).</p>
<p>Durchdringend mag nicht nur die Kraft der Liebe im Albumtitel sein, schneidend-durchdringend war, wenigstens im Südpol, auch die Lautstärke. Allerdings: Es war ein Konzert, man bei ganz angenehmer Lautstärke geniessen konnte – aber natürlich nur dann, wenn man draussen vor der Tür stand (was nicht wenige taten).</p>
<p>Draussen stand oder sass man schon früh genug vorher, weil aus dem annoncierten Konzertbeginn «22:00» freilich nichts wurde. Hier galt: So richtig weltstadtmässig mit Konzertgeschehen bereits im neuen Tag (die Stunde nach Mitternacht). Also dann: Mit Verve legten sie die drei tüchtig ins Zeug, dank Funk von bewegungshemmender Instrumentenverkabelung befreit. Mit Flair fürs Melodische im Krachigen zeigten sich My Heart Belongs To Cecilia Winter als aktuell nicht unspannender Musik-Act. Aber eben, der Einwand: Dem Songmaterial und seiner Interpretation hat die Überlautstärke nicht gerade den besten Dienst erwiesen.</p>
<p>Und dann der Album-Live-Vergleich: Wenn nicht gerade opulent-mastig, so ist die eigentliche Trio-Instrumentierung auf Tonträger mit ein paar schönen Klangerweiterung ausgestattet. Davon ist dann im Konzert nichts zu hören. Gitarre, Bass, Schlagzeug mussten in der Regel genügen. Dann noch die Stimmen: Sängerisch zwar durchaus reizvoll, wenn im Zweierchörli intoniert wird. Aber live drückte es auch oft durch, das scheinbar jüngst etwas notorisch gewordene Jaul-Timbre (höre auch <a href="http://www.myspace.com/thesenewpuritans">These New Puritans</a> u.a.). Und es ist live deutlich kruder und rauer, auch härter. Und was die Güte des Gebotenen betrifft, wird hier leider auch ein Verlust deutlich spürbar. Es ist nicht mehr ganz die Musik, die man von der Platte her erwarten würde. Zum Optischen: Es hätte auch eine Glamrock-Band spielen können, wenn da mit etwas trashiger Glitzerschminke samt Boafummel oder (in ihrem Fall) im schulterfreien Rüschenkleid aufgespielt wird.</p>
<p><em>Am 15. August spielen My Heart Belongs To Cecilia Winter zusammen mit The Delilahs in der Schüür. Da hat es dann mehr Platz und Raum, worin sich die lauten Töne unter Umständen etwas mehr vertun können und nicht mehr unbedingt in den Ohren wehtun.</em></p>
<p><em>Ganz Saisonschluss ist im Südpol doch noch nicht: Am Samstag, 3. 7., richtet maestromusic.ch ab 18:00 noch die Maestro Summer Party aus, inkl. Gegrille und Salaterei, Andra Borlo, DJ Shittles, DJs Zazou &amp; Rebel sowie auch Halbfinal-Übertragung.</em></p>
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		</item>
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		<title>Art Brut bei den Detektiven</title>
		<link>http://www.kulturteil.ch/2010/art-brut-bei-den-detektiven/</link>
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		<pubDate>Fri, 25 Jun 2010 12:41:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jonas</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>

		<category><![CDATA[detektiv bureau]]></category>

		<category><![CDATA[hei!]]></category>

		<category><![CDATA[roland lämmli]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Detektiv Bureau an der Bernstrasse hat sich innert Kürze zu einer Luzerner Pflichtadresse gemausert. Die junge Galerie und aktueller Offspace des Luzerner Kulturgeschehens sprengt Genre-Grenzen und ist Gemeinschaftsatelier und Aktionsraum in einem. Momentan sind unter dem Titel «hei!» Bilder von Roland Lämmli ausgestellt, die zum ersten Mal in dieser Form zu sehen sind. Lämmli [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/hei_detektiv.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-6304" title="hei_detektiv" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/hei_detektiv-210x300.jpg" alt="" width="168" height="240" /></a>Das Detektiv Bureau an der Bernstrasse hat sich innert Kürze zu einer Luzerner Pflichtadresse gemausert. Die junge Galerie und aktueller Offspace des Luzerner Kulturgeschehens sprengt Genre-Grenzen und ist Gemeinschaftsatelier und Aktionsraum in einem. Momentan sind unter dem Titel «hei!» Bilder von <strong>Roland Lämmli</strong> ausgestellt, die zum ersten Mal in dieser Form zu sehen sind. Lämmli lebt und arbeitet im Brändi in Horw – der Stiftung für Menschen mit geistiger Behinderung. Was inspiriert von seinem dortigen Alltag – aus Gesprächen, Büchern und Musik – entstand, lässt aufhorchen. Abstrakte Werke voller Symbolik, wirr und grafisch-konstruiert zugleich – Art Brut in bester Manier.</p>
<p><em>Noch heute FR 18-20 Uhr, SA/SO 10-17 Uhr, Detektiv Bureau, Bernstr. 2, Luzern</em></p>
<p>Von Jonas Wydler; Bilder: Detektiv Bureau<span id="more-6303"></span></p>
<p>Bilder aus dem Ausstellungskatalog von <a href="http://herrpeter.ch/">Daniel Peter</a>:</p>
<p><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/hei1.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-6306" title="hei1" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/hei1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/hei2.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-6307" title="hei2" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/hei2-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/hei3.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-6308" title="hei3" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/hei3-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/hei4.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-6309" title="hei4" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/hei4-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/hei5.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-6310" title="hei5" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/hei5-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/hei6.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-6311" title="hei6" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/hei6-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/hei7.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-6312" title="hei7" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/hei7-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/hei8.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-6313" title="hei8" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/hei8-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/hei9.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-6314" title="hei9" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/hei9-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/hei10.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-6315" title="hei10" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/hei10-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/hei11.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-6316" title="hei11" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/hei11-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/hei12.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-6317" title="hei12" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/hei12-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/hei13.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-6318" title="hei13" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/hei13-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/hei14.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-6319" title="hei14" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/hei14-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/hei15.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-6320" title="hei15" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/hei15-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/hei16.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-6321" title="hei16" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/hei16-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/hei17.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-6322" title="hei17" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/hei17-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></p>
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		<title>Ein Mann mit guten Referenzen – Ariel Pink’s Haunted Grafitti im Treibhaus</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Jun 2010 12:28:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stefan</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Das neue Album von Ariel Pink mit dem Titel «Before Today» erhielt von der Kritik durchgehend gute Noten. Einer der Gründe dafür ist sicherlich, dass Ariel Pink astreinen Referenzpop macht.
Von Stefan Zihlmann
Beim Song «Round and Round» moduliert er die Bassline von «Billy Jean», der Refrain klingt verdächtig nach «Fergus Sings The Blues» der schottischen Band [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><img class="alignleft" src="http://www.buddyhead.com/wp-content/uploads/2009/08/14700462_l.jpg" alt="" width="145" height="156" />Das neue Album von <a href="http://www.myspace.com/arielpink">Ariel Pink</a></em><em> mit dem Titel «Before Today» erhielt von der Kritik durchgehend gute Noten. Einer der Gründe dafür ist sicherlich, dass Ariel Pink astreinen Referenzpop macht.</em></p>
<p>Von Stefan Zihlmann<span id="more-6287"></span></p>
<p>Beim Song «Round and Round» moduliert er die Bassline von «Billy Jean», der Refrain klingt verdächtig nach «Fergus Sings The Blues» der schottischen Band «Deacon Blue» aus dem Jahre 1989. Gleichzeitig verleugnet er seine Weirdness und Kauzigkeit nicht, die sein Schaffen seit einigen Jahren ausmacht. Hatten seine unzähligen, in Eigenregie aufgenommen, 8-Track-Homerecording-Platten nur die Hartgesottenen Lo-Fi-Pop-Nerds erreicht, schafft er nun das Kunststück mit Band und dem renommierten Indielabel 4AD im Rücken, seine Reise zurück in die Vergangenheit in das Jetzt zu transformieren. Das trifft den Zeitgeist und offenbart Mechanismen zeitgenössischer Popmusik – das Zurückbuchstabieren in ein poppigeres Gewand, ohne dabei den Anspruch der Musik zu tangieren. Hatten Bands wie Animal Collective oder Dirty Projectors vor einigen Jahren noch ein Schattendasein gefristet, sind sie in den Indie-Olymp aufgestiegen. Ariel Pink ist nun auch auf diesem Weg, ohne dass man von Ausverkauf sprechen muss. In Anbetracht seiner Discographie kann man zum Schluss kommen: Er hat zur rechten Zeit zum rechten Sound gefunden.</p>
<p><img class="alignright" src="http://www.merryswankster.com/images/Arielpscenstende.1.jpg" alt="" width="240" height="320" />Nun bot sich die Chance Ariel Pinks musikalische Weiterentwicklung im Treibhaus live mitzuverfolgen. Die Ankunft der Band im Treibhaus verzögerte sich um einige Stunden. Der Check-in wäre um 16 Uhr geplant gewesen. Die Band fuhr um 14 Uhr in Hamburg ab. Doch muss es für allerhand Exzentrik Platz haben, es geht ja um Ariel Pink. Als die Show losgeht, klingt der Sound überraschend bündig. Die zeitlichen Engpässe sind der Band nicht anzumerken. Eine Reise durch Raum und Zeit, quer durch die Pophistorie beginnt. Ariel Pink hat zwei Zöpfe seitlich in die Haare gebunden, läuft mit schwarzen Holzzoggeli herum und sein Hemd besitzt Farben, die jedes Hawaiihemd blass erscheinen lässt. Dieser Mann besitzt Mut zur Hässlichkeit. Die süffigen Songs versprühen die Nonchalance jener Dekaden, als Popmusik noch eine gewisse Unschuld hatte – Laidback-Pop fern jeglicher Effekthascherei. Auf einmal erscheint «I’m Not In Love» von 10CC nicht mehr peinlich, sondern irgendwie cool. Ariel Pink sei Dank.</p>
<a href="http://www.kulturteil.ch/2010/ein-mann-mit-guten-referenzen-%e2%80%93-ariel-pink%e2%80%99s-haunted-grafitti-im-treibhaus/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a>
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		<title>«&#8230; nur ist der Tod viel lauter still.» – DisTanz im Männliturm</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Jun 2010 13:13:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>pablo</dc:creator>
		
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		<category><![CDATA[Bühne]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn Beatrice Im Obersteg und Markus Lauterburg gemeinsame Sache machen sind sie DisTanz. Und überzeugen eigentlich immer restlos. Vielleicht, weil sie niemandem mehr was beweisen müssen. Auch gestern, nach der Aufführung von «Isabella» im Männliturm, gab es Stimmen aus dem Publikum, die verkündeten: «Das war jetzt das erste Mal, dass ich einen Zugang fand zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Wenn Beatrice Im Obersteg und Markus Lauterburg gemeinsame Sache machen sind sie </em><a href="http://www.kulturteil.ch/2009/distanz-aufhebungzeitaufhebungraum-endlos/"><em>DisTanz</em></a><em>. Und überzeugen eigentlich immer restlos. Vielleicht, weil sie niemandem mehr was beweisen müssen. Auch gestern, nach der Aufführung von «Isabella» im Männliturm, gab es Stimmen aus dem Publikum, die verkündeten: «Das war jetzt das erste Mal, dass ich einen Zugang fand zu zeitgenössischem Tanz».</em></p>
<p>Vom steppenden Tanzwolf Pablo Haller<span id="more-6274"></span></p>
<p>Hoch oben auf dem Männliturm wacht seit dem 15. Jahrhundert die Halbfigur eines zwei Meter hohen geharnischten Kriegers mit Fähnchen und Schwert aus Eisenblech. Im Innern des mediävalen Bauwerk steht Isabella (Beatrice Im Obersteg), in einem weissen Kleid. Regungslos erst, bald aber wild hin und her geworfen von inneren K(r)ämpfen, zum perkussiven Sound von Markus Lauterburg, der mit allerlei Materialien Klänge erzeugt, von denen ich – ganz Kind der digitalen Generation – bis anhin überzeugt war, dass sie nur elektronisch erzeugbar sind. Isabella bewegt sich, wie es physikalisch gar nicht möglich ist, mithilfe von Rucksackbändeln, die von einem Holzrondell, über das ihr Kleid fällt, aus über ihre Schultern gespannt sind. Bis sie sich in einem Akt des Ausbruchs des Korsetts entledigt und mit spannungsvollen Bewegungen den Raum einzunehmen beginnt. Lauterburg dreht auf und schupps wird der Klangteppich auch schon wieder unter den Ohren weggezogen. Die dicken Bruchsteinmauern des Turmes schweigen, von der Stadt her heult die Ambulanz. Autos hupen, geben Gas. Glocken bimmeln. Scheu und verstört schleicht Isabella die Treppe hoch, wo der zweite Akt des Stücks stattfinden wird.</p>
<p>Isabella liegt am Boden. Vor ihr ein Schirmskelett, von dem zig Glasscherben herabhängen. Metallene Zahnräder tönen xylophonhaft. Isabella greift nach dem Requisit. Perfektes Zusammenspiel mit dem Licht. Die Splitter werfen wirbelnde Schatten auf den Boden. Der Konflikt ist einem verträumten Wahnsinn gewichen, die Einsamkeit projiziert eine Parallelwelt. Der Turm, als Gefängnis des Körpers, wird zum Spielplatz der Seele.</p>
<p>Im obersten geschlossenen Raum folgt der dritte Akt. Isabella, mehr Überlebende denn Lebende, ringt mit ihrem weissen Kleid, das genau so beengend scheint wie das gemauerte Verlies. Hat sie es beinahe geschafft, das Ding über den Kopf zu ziehen, steckt sie bereits wieder mit dem ganzen Körper drin. Mit letzter Energie reüssiert sie mit einem endgültigen Versuch, schwebt die lange Treppe hoch, entschwindet unserer Blicke. Ein Geist ihrer Vergangenheit, gefesselt von Erinnerungen aus einer Zeit, die nicht rückrufbar ist. Lauterburg verstummt, eine tiefe Männerstimme füllt den Raum mit einem Gedicht von Beatrice Im Obersteg, das so endet:</p>
<p><em>«&#8230; Beide tönen gleich &#8230; nur ist der Tod viel lauter still.<br />
Abschied ist hörbar.<br />
Als ich in der nacht meinen Atem hörte, wusste ich, dass du wirklich gegangen bist.»</em></p>
<p><strong>Weitere Vorstellungen: SA 19. Juni, 17 und 20.30 Uhr, SO 20. Juni, 11 und 17 Uhr, Männliturm, Museggmauer. Wegen beschränkter Platzanzahl Reservation empfohlen: 076 453 70 36</strong></p>
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		<title>B-Sides, bleib wie du bist!</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Jun 2010 18:37:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jonas</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[!!!!!]]></category>

		<category><![CDATA[Musik]]></category>

		<category><![CDATA[Nachtleben]]></category>

		<category><![CDATA[2010]]></category>

		<category><![CDATA[b-sides]]></category>

		<category><![CDATA[sonnenberg]]></category>

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		<description><![CDATA[Einmal mehr: Ein mutiges Programm, das sich auszahlt. Wer am Wochenende das B-Sides-Festival auf dem Luzerner Sonnenberg besuchte, wurde nicht mit Wohlfühlmusik berieselt, sondern ging mit einer Handvoll Neuentdeckungen nach Hause – etwas verstört vielleicht, aber in der Regel zufrieden. Die fünfte Ausgabe brachte wieder zwei fast regenfreie Tage und von Jazz bis Hardcore die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/p1010613.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-6242" title="p1010613" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/p1010613-300x225.jpg" alt="" width="240" height="180" /></a>Einmal mehr: Ein mutiges Programm, das sich auszahlt. Wer am Wochenende das B-Sides-Festival auf dem Luzerner Sonnenberg besuchte, wurde nicht mit Wohlfühlmusik berieselt, sondern ging mit einer Handvoll Neuentdeckungen nach Hause – etwas verstört vielleicht, aber in der Regel zufrieden. Die fünfte Ausgabe brachte wieder zwei fast regenfreie Tage und von Jazz bis Hardcore die ganze Palette.</em></p>
<p>Beeindruckt war und ist: Jonas Wydler<span id="more-6225"></span></p>
<p>Man durfte dieses Jahr vom <a href="http://www.b-sides.ch">B-Sides</a> noch mehr erwarten als in den letzten Jahren. Dies, weil nach der endlich regenfreien letztjährigen Ausgabe etwas Geld übrig blieb und man sich den einen oder anderen grösseren Namen leisten konnte. So etwa These New Puritans, Micachu &amp; the Shapes (beide UK) oder Xiu Xiu (USA). Wer deswegen ein bekömmlicheres, ja mainstreamigeres Programm erwartete, sah sich getäuscht. Hoffentlich auch.</p>
<p>So ist es einigermassen verwunderlich, wenn in der «Neuen Luzerner Zeitung» vom Montag kritisiert wird, das B-Sides-Programm sei kopflastig und wenig zugänglich. Da wird doch glatt ignoriert, um was es bei diesem Festival seit nunmehr fünf Jahren geht. Und man könnte bei dieser abstrusen Forderung meinen, das B-Sides sei die Regel und mainstreamige, beliebig programmierte Open Airs die Ausnahme. Die 2000 Leute, die am Freitag und Samstag auf den Sonnenberg pilgerten kamen doch genau, weil sie wissen, worum es geht und auf was sie sich einlassen. Weil sie wissen, dass da sehr subjektiv und ohne auf den Massengeschmack zu schielen Bands gebucht werden. Weil sie wissen, dass sie die Hälfte der Bands nicht kennen, vielleicht auch die Hälfte nicht wirklich mögen, sich aber auf dieses Abenteuer einlassen. Weil da keine hässlichen, werbebeschrifteten Plastikzelte stehen, sondern liebevoll in zighundert Stunden von Künstlerhand angefertigte und gestaltete Holzobjekte. Wer ein genormtes Programm fordert, verkennt die Idee des B-Sides – eine erfolgreiche Idee notabene.</p>
<p>Zur Musik: <a href="http://www.myspace.com/thesenewpuritans">These New Puritans</a> wurden den Erwartungen live nicht gerecht. Die Stimme von Sänger Jack Barnett versagte in den entscheidenden Momenten und die dunkle und düstere Dynamik ihres grossartigen, kürzlich veröffentlichten Albums blieb aus. Die unglaublichen Bässe nervten mit der Zeit, einzig die zwei Bassklarinetten sorgten für ein wohltuendes Tüpfchen. Das Duo <a href="http://www.myspace.com/xiuxiuforlife">Xiu Xiu</a> brachten echte Energie auf die Bühne, waren wild, verspielt und überzeugend. (Diese Meinung teilen viele Besucher nicht.) <a href="http://www.myspace.com/micayomusic">Micachu &amp; the Shapes</a>, die äusserst originelle Truppe um Mica Levi, brachte ihren zwirbligen Pop auch nicht so auf die Bühne, wie von ihrem Tonträger zu erwarten war. Aber dennoch: Musik, bei der es sich lohnt auszuharren. Verspielt und alles andere als zugänglich. Aber kopflastig? Mitnichten.</p>
<p>Es bleiben einige weitere (ausgewählte) Highlights: <a href="http://www.myspace.com/rusconimusic">Rusconi</a>, das Zürcher Jazztrio beispielsweise, von dem <a href="http://www.kulturteil.ch/2009/12-stunden-an-den-stanser-musiktagen-das-protokoll/">hier</a> schon die Rede war, bevor sie Sonic Youth spielten. An Kontrabass, Flügel (den die Organisatoren eigens auf den Berg karrten, wo gibt&#8217;s denn sowas?) und Schlagzeug rockten sie mehr, als jede Stromgitarre. <a href="http://www.myspace.com/gableacute">Gablé</a>, drei durchgeknallte, äusserst sympathische Franzosen. Mit Akustikgitarre, Flöten, zerknirschenden Holzkisten und vielem Anderem waren sie mehr Punk als jede Stromgitarre. <a href="http://www.myspace.com/filewile">Filewile</a> mit der famosen Sängerin Joy Frempong brachten das Zelt zur späten Stunde am Freitag ins Schwitzen. Und <a href="http://www.myspace.com/menomena">Menomena</a> natürlich, die am Samstagabend das epische Moment mit grossartigen Melodien auf den Hügel zauberten.</p>
<p>Und viel hat man verpasst oder nur aus der Entfernung gehört – den pakistanischen Musiker Babar Luck etwa, der alleine an der Gitarre unermüdlich seine Mission verbreitete. Oder Three Trapped Tigers oder Knut. Das Kulturmagazin hatte ja schliesslich auch einen Stand zu betreiben. Und das wunderbare Essen lockte ebenso wie ein gelegentlicher Abstecher zum Fernseher für die WM-Spiele. Und all die Leute erst, die man seit Ewigkeiten nicht mehr getroffen hat. B-Sides, bleib wie du bist und bring die Musik, die du willst. Ich zähl auf dich!</p>
<p><em>Impressionen – eingefangen von der Kulturmagazin-Kamera in nicht-chronologischer Reihenfolge:</em></p>
<p><em>(Mehr Fotos gibt&#8217;s <a href="http://b-sides.ch/openair10/rarities/fotos">hier</a> und Videos <a href="http://b-sides.ch/openair10/rarities/videos">hier</a>)</em></p>
<p><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/p1010669.jpg"></a></p>
<p><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/p1010670.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-6250" title="p1010670" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/p1010670-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/p1010523.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-6269" title="p1010523" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/p1010523-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a> <a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/p1010669.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-6249" title="p1010669" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/p1010669-224x300.jpg" alt="" width="224" height="300" /></a><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/p1010658.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-6248" title="p1010658" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/p1010658-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/p1010654.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-6247" title="p1010654" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/p1010654-224x300.jpg" alt="" width="224" height="300" /></a><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/p1010646.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-6245" title="p1010646" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/p1010646-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/p1010639.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-6244" title="p1010639" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/p1010639-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/p1010625.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-6243" title="p1010625" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/p1010625-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/p1010611.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-6241" title="p1010611" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/p1010611-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/p1010604.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-6240" title="p1010604" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/p1010604-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/p1010601.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-6239" title="p1010601" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/p1010601-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><a 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alt="" width="300" height="225" /></a><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/p1010578.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-6234" title="p1010578" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/p1010578-224x300.jpg" alt="" width="224" height="300" /></a><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/p1010572.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-6233" title="p1010572" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/p1010572-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/p1010557.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-6232" title="p1010557" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/p1010557-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/p1010550.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-6231" title="p1010550" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/p1010550-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/p1010545.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-6230" title="p1010545" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/p1010545-224x300.jpg" alt="" width="224" height="300" /></a><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/p1010536.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-6229" title="p1010536" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/p1010536-224x300.jpg" alt="" width="224" height="300" /></a><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/p1010535.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-6228" title="p1010535" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/p1010535-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/p1010533.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-6227" title="p1010533" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/p1010533-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/p1010647.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-6246" title="p1010647" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/p1010647-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/p1010531.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-6226" title="p1010531" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/p1010531-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
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		<title>Kulturmagazin goes B-Sides</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Jun 2010 10:15:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>pablo</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Musik]]></category>

		<category><![CDATA[Nachtleben]]></category>

		<category><![CDATA[b-sides]]></category>

		<category><![CDATA[kulturmagazin]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch dieses Jahr ist das Kulturmagazin am B-Sides mit einem Stand vertreten. Dort warten Blanko-Nummern eines B-Sides-Extrahefts auf Euch und Eure Inhalte. Kommt zahlreich und wütet kreativ – Worte, Illustrationen, Fotos, alles ist willkommen. Zehn Thesen zum gestrigen Freitagabend mit Ausblick auf heute findest du hier.


Berichte einschlägiger Publikationen zum Trotz sind die jungen Briten von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch dieses Jahr ist das <a href="http://www.kulturmagazin.ch">Kulturmagazin</a> am <a href="http://www.b-sides.ch">B-Sides</a> mit einem Stand vertreten. Dort warten Blanko-Nummern eines B-Sides-Extrahefts auf Euch und Eure Inhalte. Kommt zahlreich und wütet kreativ – Worte, Illustrationen, Fotos, alles ist willkommen. Zehn Thesen zum gestrigen Freitagabend mit Ausblick auf heute findest du hier.</p>
<p><span id="more-6218"></span></p>
<ol>
<li>Berichte einschlägiger Publikationen zum Trotz sind die jungen Briten von <a href="http://www.myspace.com/thesenewpuritans">These New Puritans</a> eindeutig nicht überbewertet. Schon alleine, dass man die Band besser spürt als hört, ist ein Konzerterlebnis wert.</li>
<li><a href="http://www.myspace.com/xiuxiuforlife">Xiu Xiu</a> wirkten dafür jedoch oft bemüht experimentell «mit einem Hang zum Weinerlichen», wie es  jemand so schön sagte.</li>
<li>«Bohemians Welcome» evoziert ambivalente Bilder &#8230;</li>
<li>Die Electrofolkpunker von <a href="http://www.myspace.com/gableacute">Gablé</a> klangen immer dann am besten, wenn die Puritans vis-a-vis soundcheckten.</li>
<li>Gibt es eigentlich etwas, das unter der Stimme von Joy Frempong nicht zu Gold wird?</li>
<li>Auch heute wird das Wetter noch besser &#8230;</li>
<li>Der Auftritt der Erzfreunde wird etwas mit Waljagd zu tun haben, ohne Aktivisten auf den Plan zu rufen.</li>
<li><a href="http://www.myspace.com/micayomusic">Micachu and the Shapes</a><span> spielen gern dieses Spiel mit den Punkten, wo man sich über-, unter- und ineinander verrenkt.</span></li>
<li><a href="http://www.myspace.com/goeldin">Göldin</a> cancelt mehr Auftritte als Morrissey.</li>
<li><a href="http://www.myspace.com/bittuner">Bit-Tuner</a> ist auch alleine brilliant.</li>
</ol>
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		<title>Doppelt gemoppelt bzw. 1 + 1 ≠ 1 – Koch-Schütz-Studer und The Young Gods in der Schüür</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Jun 2010 12:45:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sam</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[!!!!]]></category>

		<category><![CDATA[Musik]]></category>

		<category><![CDATA[Nachtleben]]></category>

		<category><![CDATA[koch-schütz-studer]]></category>

		<category><![CDATA[schüür]]></category>

		<category><![CDATA[schüür-garten]]></category>

		<category><![CDATA[the young gods]]></category>

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Zwei Namen aus der Nicht-Mainstream-Szene spannen zusammen für eben eine gemeinsame Sache, die Musikmachen heisst. So geschieht es im Fall von Koch-Schütz-Studer und The Young Gods. Luzern/Biel trifft auf Welschschweiz, Impro-Sounds auf Elektro-Rock. Ob beides zusammengehen kann oder nicht bzw. wie gut es am Ende tönt – davon konnte man sich am Donnerstag in der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/kssyg3.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-6208" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/kssyg3-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></p>
<p><em>Zwei Namen aus der Nicht-Mainstream-Szene spannen zusammen für eben eine gemeinsame Sache, die Musikmachen heisst. So geschieht es im Fall von Koch-Schütz-Studer und The Young Gods. Luzern/Biel trifft auf Welschschweiz, Impro-Sounds auf Elektro-Rock. Ob beides zusammengehen kann oder nicht bzw. wie gut es am Ende tönt – davon konnte man sich am Donnerstag in der Schüür überzeugen lassen oder nicht.</em></p>
<p>Von der Kritiker-Sturmspitze Hangartner/Pirelli</p>
<p><span id="more-6207"></span><br />
<strong><em>Hau:</em></strong> Die Arithmetik in Musikdingen muss nicht neu geschrieben werden. Es wäre einfach mal auch der Variantenvorschlag gemacht, dass, wie eigentlich beabsichtigt, 1 + 1 nicht unbedingt 1 ergeben muss. Sondern eher 2. Verschiedenes.<br />
<a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/kssyg1.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-6209" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/kssyg1-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /></a></p>
<p>Konkret: <a href="http://www.koch-schuetz-studer.ch/Home.do" target="_blank">Koch-Schütz-Studer </a>(KSS), die tolle Impro-Band, ist zweifellos etwas Extraordinäres auf höchstem spieltechnischem Niveau. Das beweisen die drei Herren mit ihren Instrumenten und Geräten seit nunmehr 20 Jahren. Das zweite Jubiläum: 25 Jahre<a href="http://www.younggods.com/cms/front_content.php" target="_blank"> The Young Gods</a> (TYG). Mitte der 1980er also haben Franz Treichler und seine Mannen den Geräte-Rock (wahlweise attributiert mit «Elektro», «Industrial», «Techno») nicht nur für Schweizer Verhältnisse in grosse Höhen gelupft, Unerhörtes geschaffen, begeistert, stilbildend gewirkt. Jüngst kamen so leicht prätentiöse Projekte mit Streichorchester, TYG als weitere Variante der grassierenden Unplugged-Welle und eine Kollaboration mit Sophie Hunger dazu, zum eigentlichen Kerngeschäft. Vielleicht, so die gewagte These, sind am Ende des Tages TYG eine, wenn nicht schwer, dann doch etwas überschätzte Band.</p>
<p>Die gemeinsame Sache ist eine Verdoppelung. Aber ist da auch Mehrwert? Bringts das, dass drei und vier zusammen auf der Bühne mit extremem Improvisationsanspruch musizieren? Bös gefragt: Ist es nicht einfach doppelt so viel Krach? Oder wenigstens: einfach nur lauter? Wird da die Chance, die das neue Ensemble böte, auch wirklich produktiv genutzt? Fragen über Fragen.</p>
<p>Und dann das Gerätli-Wesen, ein Bass ist nicht mehr ein Bass, eine Stimme keine Stimme mehr – alles muss durch irgendein Gerätli oder einen Laptop geschlauft und verfremdet werden. Die Frage, die sich einem stellt: Wer macht da gerade welche Töne, wo und wieso kommen sie da und dort aus welchem Gerät? Da wünschte man sich in einem «traditionalistischen» Musikverständnis mehr Klarheit in der Sache.<br />
Gut handgemacht sind natürlich nach wie vor die Drums. Da wird im generationenübergreifenden Doppel dicht gewebt und gegroovt.</p>
<p>Die Ergiebigkeit des Einsatzes von zwar reizvoller Sitar im Konzert-Intro, von Gitarre und Bass darf letztlich als nicht allzu gross gewertet werden, erst recht, wenn diese Instrumententöne in Konkurrenz zu Martin Schütz’ unüblich gehandhabtem Cello treten. Und es schleicht sich der Eindruck heran, dass in spieltechnischer Hinsicht bei KSS und TYG schon so etwas wie ein Niveaugefälle offenbar wird.</p>
<p><em><strong>Pir: </strong></em>Ich muss mich der Kritik meines Vorredners vollumfänglich anschliessen. Mit KSS wie mit TYG habe ich je schon unerhörte Sternstunden von grösster musikalischer und dramaturgischer Dichte erlebt, unvergessen etwa KSS’ 30-Abende-Marathon in Zürich oder TYGs grosses Konzert am zweitletzten Boa-Abend. Die beiden Combos aber pflegen einen gänzlich unterschiedlichen musikalischen Ansatz, wo KSS ausschliesslich improvisieren, steht bei TYG der komponierte und klar strukturierte Song im Mittelpunkt, wegen der Samplings bei jedem Konzert im genau gleichen Time gespielt. Man wurde gestern also den Eindruck eines Kompetenzgefälles nicht los. Das wurde zu überdecken versucht mit zahllosen langen Hochdruckpassagen, aber es dünkte einen die von der Bühne dröhnende Energie irgendwie eine simulierte, supponierte; Tempo und Lautstärke allein ersetzen wahre Intensität nicht.</p>
<p><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/kssyg2.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-6210" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/kssyg2-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /></a></p>
<p>Dann die andauernden Instrumentewechsel: Ungeheure Hektik verströmten sie, und sogar die Drummer liessen es nicht bleiben und setzten sich im letzten Drittel hinter die Küche des je anderen, in einer Art eigentümlichen Rochade.</p>
<p>Nun bin ich ja leicht zu begeistern für frei improvisierte Musik, das Konzert gestern aber liess mich einigermassen kalt, irgendwie wars einfach nicht so lüpfig. Ferner wurde die Schüür-Halle infolge wohl des nicht den Erwartungen entsprechenden Publikumsaufmarschs mittels eines sich fast über die ganze Breite spannenden schwarzen Vorhangs auf zwei Drittel verkürzt. Liebe Schüür, es ist ein bereits in den Genfer Konventionen definiertes Grundrecht, während eines Konzerts hinten an der Bar stehen und das Gebotene Bier schlürfend bei freiem Blick verfolgen zu können! Macht das bitte nicht wieder!</p>
<p><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/kritikerschaft.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-6211" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2010/06/kritikerschaft-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /></a><br />
Die ausgeprägte Ungemütlichkeit im reduzierten Saal, die für einmal nicht ganz beglückende Musik sowie das Rauchverbot trieben uns wiederholt nach draussen, wo wir den Verlockungen des lauschigen <a href="http://www.schuur.ch/schueuer-garten-2010/" target="_blank">Schüür-Gartens</a> und des Tubakens nur zu gern erlagen. Für diesen Garten sei der Schüür ein grosses Kompliment ausgesprochen: So grosszügig angelegt wie gemütlich ist er, ein wahrer Genuss!</p>
<p>Ein Umstand macht Donnerstagskonzerte in der Schüür immer etwas speziell: Muss man mal, kommt man im Parterre auf dem Weg zur Bedürfnisanlage schlagartig mitten in die Salsahölle. Lateinamerikanische Rhythmen, sich schnell und beneidenswert gelenkig schlängelnde Körper … man mag ja nun von der ganzen Tanzerei, und insbesondere von der Salsiererei, halten, was man will; der Kulturschock beim Übertritt zwischen den Welten ist allemal ein Erlebnis für sich.</p>
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