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	<title>Kulturteil</title>
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	<description>Der Blog des Kulturmagazins</description>
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		<title>«Das Buch ist sekundär» – Al Imfeld im Romerohaus</title>
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		<pubDate>Thu, 17 May 2012 09:43:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>pablo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wort]]></category>
		<category><![CDATA[Al Imfeld]]></category>
		<category><![CDATA[Mission beendet]]></category>
		<category><![CDATA[Romero Haus]]></category>

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		<description><![CDATA[Dienstag, 15. Mai, Luzern: Der Schriftsteller, Publizis [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em></em></strong><em><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/05/Imfeld_hi.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-11925" title="Imfeld_hi" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/05/Imfeld_hi.jpg" alt="" width="160" height="151" /></a>Dienstag, 15. Mai, Luzern: Der Schriftsteller, Publizist und Ex-Missionar Al Imfeld stellt im Romerohaus sein jüngstes Werk «Mission beendet» vor. Es wartet mit intelligenten Thesen auf, die in der anschliessenden Diskussion für Zündstoff sorgen.</em></p>
<p>Von Pablo Haller <span id="more-11919"></span></p>
<p>Seine Wirkungsgebiete sind mannigfach: Studium der Theologie, Philosophie, Journalistik, Entwicklungssoziologie und Tropenlandwirtschaft. Nachdem er als unangepasster Jungpriester von der Immenseer Missionsgesellschaft in die USA «verbannt» wurde: einziges weisses Mitglied im Civil Rights Movement, Berater für Martin Luther King, Ethik-Berater des Playboys, später Pulitzerpreis für eine Vietnamanalyse in der «Washington Post». Geschichtenerzähler, Missionar, Vermittler zwischen Afrika und dem Westen.</p>
<p>Im Stämpfli-Verlag erschien eben sein neues Buch «Mission beendet» mit dem Untertitel «Nachdenkliches zur religiösen Eroberung der Welt». Daraus liest Imfeld im Romerohaus, Thesen zur Mission, zu den Religionen. Dass jeder Mensch verschiedenen Religionen anhängt, ohne es zu wissen. Weil sich das Traditionelle – im Luzerner Hinterland, wo er aufwuchs, beispielsweise Schamanistisches/Heidnisches – stets mit der Hauptreligion vermischt. So auch in Afrika. Dass da auf jeden Fall bereits vor der Missionierung eine authentische Gottesbeziehung da gewesen sei. Dass man sich mal vorstellen müsse, wie das wäre, wenn wir missioniert würden. Wie gingen wir damit um? Dass der Integrationszwang in der Schweiz bloss eine neue Form der Missionierung sei. Alle müssten das Gleiche glauben.</p>
<p>Auch die unhaltbaren Zustände für Missionare – teils lesen sie an einem Sonntag neun (!) Messen, fahren mit Töffs von Kirche zu Kirche – kommen zur Sprache. Und wie sich Gottesmänner leider auch für den Kolonialismus, für ökonomische und politische Interessen einspannen liessen und lassen. Imfeld kommt zum Schluss, dass das Vorleben der Ideen des Christentums zählt. Das Buch – die Bibel – sei sekundär.</p>
<p>In der anschliessenden Diskussion holt ein älterer Herr, der noch immer in der Afrika-Mission tätig und momentan in der Schweiz auf Urlaub ist, zu einem Gegenreferat aus, das ein amerikanischer TV-Prediger nicht eindrucksvoller losbrechen können hätte. Er stört sich an vielem, vor allem, dass hinter den Titel «Mission beendet» kein Fragezeichen gesetzt wurde. Der Verleger, Dr. Rudolf Stämpfli, merkt an, dass sich Bücher mit Fragezeichen im Titel nicht verkaufen würden. «Geld regiert die Welt!», schallt es zurück.</p>
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		<title>«Wenn das jeder machen würde?»</title>
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		<pubDate>Sun, 13 May 2012 16:41:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bühne]]></category>
		<category><![CDATA[Kabarett]]></category>
		<category><![CDATA[Kleintheater Luzern]]></category>
		<category><![CDATA[Simon Enzler]]></category>

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		<description><![CDATA[Kleintheater Luzern, Samstag, 12. Mai 2012. Der Kabaret [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/05/img_impress_se_05_big1.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-11902" title="img_impress_se_05_big" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/05/img_impress_se_05_big1-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Kleintheater Luzern, Samstag, 12. Mai 2012. Der Kabarettist Simon Enzler ist das Sprachrohr des kleinen Bürgers, gnadenlos, zynisch und ein wenig stur. Sein Erfolgsrezept: Er nennt Probleme beim Namen und fasst auch politisch heisse Eisen an. Auf Kompromisse lässt er sich nicht ein. Auch nicht in Begleitung des Bassisten Daniel Ziegler. Simon Enzler mit seinem neuen Programm «vestolis» im Kleintheater Luzern.</em></p>
<p>Von Simon Meienberg<span id="more-11898"></span></p>
<p>Ob russischer Investor, Bundesrat oder Rentner: Nichts und niemand bleibt vor ihm verschont. Simon Enzler versetzte das Publikum mit seinem neuen Programm «Vestolis» zeitweise in Atemnot.</p>
<p>«Er hat als Appenzeller soziologisch bedingt Saft im Ranzen und ein gerüttelt Mass an Sturheit.» So stehts <strong><a href="http://www.kulturinengelburg.ch/simon-enzler-neues-programm-comedy/">hier</a></strong>.</p>
<p>So kennen ihn seine Fans.</p>
<p>Das jüngste Programm von Simon Enzler kommt beim Publikum gut an. Denn die Argumente des Kabarettisten haben Hand und Fuss. Mit seinen Parodien bleibt er dicht am Geschehen und verliert nie den Bezug zur Realität.</p>
<p>Enzler parodiert gekonnt durch die Untiefen der Politik und wagt einen Blick in die Abgründe des Einzelnen. Nicht selten hält er dem Publikum den Spiegel vor, man fühlt sich plötzlich ertappt und überspielt die Peinlichkeit mit viel Gelächter.</p>
<p>Zu Beginn imitiert Enzler ein Telefongespräch zwischen einem Gemeindepräsidenten und einem russischen Investor. Mit der Zeit schält sich aus den Gesprächsfetzen der Anlass des Gespräches heraus. Der Gemeindepräsident erschmeichelt sich die Gunst des Reichen, um einen Batzen für sich selbst abzuzweigen.</p>
<p>«Ja, ja, der Ferrari läuft wie auf Schienen …» Und Russisch habe man an Stelle des Französischen als Pflichtfach eingeführt.</p>
<p>Auch Bundesrat Ueli Maurer bekommt sein Fett weg. So präsentiert  Enzler die Lösung zur Überbrückung des Kampfjet-Mangels: Der schweizerische Luftraum soll bis zum Eintreffen der «Gripen-Jets» mit Brieftauben gesichert werden, die ausgerüstet mit alten 1.-August-Raketen, von der Vogelwarte Sempach zu Minenwerfern und Kamikaze-Tauben umgeschult werden.</p>
<p>Dann mokiert er sich über die Verfasser von Leserbriefen. Man sollte die Pensionierung auf 95 Jahre ansetzen, fordert Enzler. Nur zu gern spielten Rentner den Moralapostel und imitieren den Pfau, in dem sie ein prächtig geschmücktes Beschwerdenbrieflein mit rhetorischen Fragen spicken. «Ja kann es denn sein? Wenn das jeder machen würde?» Und einer schrieb tatsächlich an die Rhätische Bahn, «Wo kämen wir da hin?» Ist die Antwort nicht offensichtlich? Nach Engelberg, Hergiswil, Stans&#8230;</p>
<p>Der Titel des Programms, wirft trotzdem Fragen auf. Die Antworten finden wir auf der Website von Simon Enzler:</p>
<p>«Der Programmtitel v<em>estolis</em> beschreibt die Art und Weise, wie man handelt. Hinter vorgehaltener Hand wird fast alles möglich: Stillschweigende Aktienmehrheiten, kuriose Geschäfte, ja sogar die Beichte wird einem undercover abgenommen, sofern man denn noch katholisch genug ist, etwas verbrochen zu haben.»</p>
<p><em>Alle drei Auftritte im Kleintheater ausverkauft. Simon Enzler und Daniel Ziegler kommen im Mai 2013 wieder nach Luzern.</em></p>
<p><!--more--></p>
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		<title>Barfuss und mit Chlorgeruch – Performances im Hallenbad Luzern</title>
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		<pubDate>Sun, 13 May 2012 13:10:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Hallenbad]]></category>
		<category><![CDATA[migma]]></category>
		<category><![CDATA[Performance]]></category>

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		<description><![CDATA[Die 10. Ausgabe der migma Performancetage fand in den N [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die 10. Ausgabe der migma Performancetage fand in den Nassbereichen des Luzerner Hallenbades statt.</em></p>
<p>Von Michael Sutter</p>
<p><span id="more-11869"></span>Luzern, Freitag, 11. Mai 2012. Der reguläre Schwimmbetrieb im städtischen Hallenbad Luzern dauert noch bis zur Eröffnung des Neubaus auf der Allmend im August 2012. Das Areal an der Bireggstrasse möchte die Stadt Luzern gerne für eine kulturelle Zwischennutzung zur Verfügung stellen. Eine erste solche Annäherung ergab sich mit der Durchführung der migma Performancetage, ein seit 2001 regelmässig organisiertes und an wechselnden Orten stattfindendes Performance-Festival im Kanton Luzern. Barfuss und mit einem penetranten Chlorgeruch in der Nase sind die Besucher in den Genuss eines abendfüllenden Programmes von ortspezifischen Performances gekommen.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/05/Detektiv_Bureau1.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-11870" title="Detektiv_Bureau1" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/05/Detektiv_Bureau1-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a>Eine Langzeitperformance von <a href="http://www.detektivbureau.ch">«Detektiv Bureau»</a>, ein lokales Gestaltungs- und Veranstaltungsteam bestehend aus Mathis Pfäffli, Nadine Gerber, Daniel Peter und Christoph Barmettler, befasste sich mit dem Zusammenbau eines fahrtüchtigen Flosses aus zahlreichen weissen Tafeln, die einigen Lesern bereits als Installation bei der Galerie 50km/h an der Bernstrasse 2 aufgefallen sein könnte.<strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/05/Hartmann11.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-11884" title="Hartmann1" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/05/Hartmann11-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a>Nach einem langwierigen Beginn der Veranstaltung begann Cornelia Hartmann ihre Tanzarbeit durch eine spielerische Interaktion mit dem Prinzip Weitersagen, welches das Publikum mittels Zuflüstern von Sätzen in ihre Performance integrierte. Nachfolgend kämpfte sich die Künstlerin durch die Wasserrutsche, was durch ihre körperlichen Umrisse und kraftvollen Bewegungen ersichtlich wurde. Eine Rutschpartie in Manier eines gestrandeten Fisches, der sich zunehmends aus seiner hilflosen Situation herauszuwinden versuchte, setzte die Performance rund um den Beckenrand fort. Es machte den Anschein einer evolutionistischen Anspielung auf die Menschwerdung, die sich durch eine fortwährende Komplexität der Bewegungsabläufe erkennen liess und mit der Entwicklung eines Sprachapparates abgeschlossen wurde. <strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/05/Billari1.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-11871" title="Billari1" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/05/Billari1-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a>Die knapp 100 Besucherinnen und Besucher wurden anschliessend in den Eingangsbereich des Hallenbades gelockt. Ein als moderner Waldschrat kostümierter <a href="http://www.billari.ch/">Domenico Billari</a> empfing das Publikum in gebrochenem Englisch und mit einer irritierenden Portion Magie und Rauchgeschmack. Nach einer persönlichen Begrüssung mittels Händedruck mit jedem einzelnen Gast erläuterte Billari seine Absichten und den Aufbau der Performance. Sein dreiteiliger Beitrag beinhaltete, neben der Begrüssungszeremonie im Foyer, eine kuriose Kurzgeschichte über italienische Frauen und einen afrikanischen Piloten während des Zweiten Weltkrieges, erzählt in der Knabengarderobe Nummer 3. Als Abschluss inszenierte Domenico Billari «the first Swiss underwater exhibition», eine minimalistische-pompöse Ausstellung einer (Wasser-) Ratte, eines Schals und einem blauen Tuch. <strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><a href="http://www.pascalegrau.ch/"></a><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/05/Grau1.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-11872" title="Grau1" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/05/Grau1-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a>Pascale Grau, kostümiert in einem aus 300 ausgeblasenen Hühnereier gefertigten Badeanzug mit Haube, führte ihre aus dem Jahr 1993 datierte Solo-Performance «Eisprung» als «Eisprung revisible» auf. Damit hinterfragte Pascale Grau das prozessorientierte Element der einmaligen Aufführung einer Performance und erweiterte die vorgetragene Arbeit durch eine Verknüpfung mit Archivmaterial, projiziert auf eine Leinwand und live vorgesungen auf dem Sprungbrett. Gesprungen, wie 1993, ist Pascale Grau übrigens nicht. <strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/05/Zehnder13.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-11891" title="Zehnder1" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/05/Zehnder13-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a>Die finale Darbietung gestaltete der Stimmenkünstler <a href="http://www.zehndermusic.ch/">Christian Zehnder</a>. Ausgestattet mit einem schwimmenden Klangkörper, gebastelt aus Holz und Schwimmhilfen, erzeugte Christian Zehnder durch die Verwendung eines Schnorchels neuartige Töne und Laute. Seinen musikalischen Rufen folgend, erschienen nacheinander sechs, an die Sirenen der griechischen Mythologie anmutende, junge Frauen am Beckenrand. Es entwickelte sich ein Hin und Her einer betörenden Tonalität, die eine steigernde Verflechtung zwischen Dschungelgeräuschen, Kehlkopfgesängen und dissonanten Tönen erfuhr und am Ende wieder aufgelöst wurde.</p>
<p><em>Die </em><a href="http://www.migma.ch/2012.html"><em>migma Performancetage</em></a><em> fanden vom 11. – 12. Mai 2012 im Hallenbad Luzern statt.</em></p>
<p><em><br />
</em></p>
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		<title>Märchenstunde – ohne Verena</title>
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		<pubDate>Sat, 05 May 2012 18:40:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>aurel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bühne]]></category>
		<category><![CDATA[Grimm]]></category>
		<category><![CDATA[luzerner theater]]></category>
		<category><![CDATA[Thorleifur Örn Arnarsson]]></category>
		<category><![CDATA[Verena Rossbacher]]></category>

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		<description><![CDATA[Luzerner Theater, Freitag, 4. Mai 2012: Bei der gestrig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Luzerner Theater, Freitag, 4. Mai 2012: Bei der gestrigen Premiere von <a href="http://www.luzernertheater.ch/grimm">«Grimm – eine Hausmärchen-Expedition»</a> gab es eine prominente Abwesende: Verena Rossbacher, die neue Hausautorin des Theaters an der Reuss. Was sich abzeichnete, ist eingetroffen: Verena Rossbacher und Thorleifur Örn Arnarsson – zwei starke Persönlichkeiten – bringen ihr Heu nicht auf die gleiche Bühne. Dass die Expedition nicht in einer Sackgasse mündete, spricht für beide.</em></p>
<p>Von Aurel Jörg<span id="more-11845"></span></p>
<p><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/05/Grimm_0406.jpeg"><img class="alignright size-medium wp-image-11855" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/05/Grimm_0406-300x207.jpg" alt="" width="300" height="207" /></a>Es ist anzunehmen, dass zwei diametral entgegengesetzte Arbeitsweisen aufeinander trafen: Rossbacher, eine <em>Autorin</em> – hier verstanden im engsten und konventionell literarischen Sinne – und Arnarsson, ein <em>Intendant</em> – an dieser Stelle aufgefasst als umfassender Dompteur.  Löblich, dass einer der beiden eingesehen hat, dass es einer Quadratur des Kreises gleichgekommen wäre, diese zwei verschiedenen <em>modus operandi</em> zu vereinbaren. Nun, dieses Ringen hat sich auch in der Titelgebung des Stücks niedergeschlagen. Die lautet nicht mehr  «Hausmärchen-Expedition» <em>von</em> Verena Rossbacher und Thorleifur Örn Arnarsson, sondern «Hausmärchen-Expedition» <em>mit</em> Szenen aus Verena Rossbachers Theaterstück. Rossbachers Autorenfassung wird kommenden Juni in der Zeitschrift  «Theater der Zeit» zu lesen sein.</p>
<p>Es mag widersprüchlich klingen, aber der vom Luzerner Theater vorgeführte <em>Husarenritt</em> durch die Märchenwelt der Grimms (fast kein bekanntes Märchen wird ausgelassen) ist stimmig, obwohl die Märchenfiguren der Gebrüder Grimm lediglich als Schablone dienen: Durch diese drückt, schiebt und bisweilen quetscht Arnarsson aktuelle Stereotypen. Dabei nehmen Figuren Gestalt an, die an das einschlägige deutsche Privatfernsehen erinnern. Das ist ulkig, witzig und in der ersten Hälfte leider auch seicht.</p>
<p>Wenn dabei trotzdem etwas erhellt wird, liegt dies vor allem an der brachialen und direkten Inszenierung: Die Märchen – so scheint es in der Luzerner Fassung – sind grösstenteils verklausulierte, unterdrückte und übersteigerte Libidoregungen. Dass sich die damalige Zeit der <em>expliziten</em> Darstellung der Sexualität verwehrte und sich dabei einen Wortreichtum sondergleichen erdachte, mag im 21. Jahrhundert amüsant sein. Dass uns im Heute diesbezüglich eine gewisse Subtilität und  Zweideutigkeit abhanden gekommen ist, stimmt indes weniger zum Lachen.</p>
<p><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/05/Grimm_1135.jpeg"><img class="alignleft size-medium wp-image-11856" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/05/Grimm_1135-195x300.jpg" alt="" width="195" height="300" /></a>Die Frage, wer hier über wen lacht, wird bei dieser Expedition offen gelassen. Die Bühne von Vytautas Narbutas zeigt ein opulentes, aber sich im Zerfall befindliches Theater mit Balkonen und einer Bühne. Darin liegt die Stärke dieses Stücks. Der Zuschauerin und dem Zuschauer wird klar gemacht: Du bist es, der diese Märchen schreibt und weiterschreibt. Du mit deinen Gefühlen, Verwirrungen und Irrungen bist die beste Vorlage. Es kann nicht darum gehen, die Grimmschen Märchen ins Hier und Jetzt zu adaptieren, <em>Du</em>, Publikum, lebst sie Tag ein Tag aus!</p>
<p>Dabei ist es eine Freude, den üppig kostümierten Schauspielern beim Fabulieren zuzusehen. Allfällige Kritik wird bereits während der Aufführung mit den Mitteln des Märchens konterkariert: Marie Gesien als schulmeisterliche Gretel nimmt dem – berechtigten – Einwand, dass die Inszenierung über keine Dramaturgie verfüge, allen Wind aus den Segeln. Das Stück mündet in einem unterhaltsamen Höhenflug von Selbstironie, die das eine oder andere der nicht unproblematischen<em> Genese </em>dieses Stücks überdecken soll. Das Publikum hats mit viel Applaus und Gelächter quittiert.</p>
<p><em>Bis 16. Juni, <a href="http://www.luzernertheater.ch/grimm">Luzerner Theater</a></em></p>
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		<title>Staircase from above – Martina Linn im Treibhaus Luzern</title>
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		<pubDate>Sat, 05 May 2012 18:30:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simon Meienberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Martina Linn]]></category>

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		<description><![CDATA[Treibhaus Luzern, 4. Mai, 22:00. Die Singer/ Songwriter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/05/IMG_0842.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-11841" title="IMG_0842" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/05/IMG_0842-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Treibhaus Luzern, 4. Mai, 22:00. Die Singer/ Songwriterin <a href="http://mx3.ch/artist/martinalinn">Martina Linn</a>, verzauberte gestern die Zuhörer mit ihrer ersten EP «Staircase From Above». Eine würdige Taufe mit viel Charme.</em></p>
<p>Von Simon Meienberg<span id="more-11840"></span></p>
<p>Sie ist 20 Jahre jung und kommt aus La Punt. Ein kleines Dorf im Engadin, bei dem der «Halt auf Verlangen»-Button im Zug noch eine Daseinsberechtigung hat. «Und das isch scho sehr speziell» meint Martina Linn im Bündner-Dialekt. Aber wie klein und beschaulich ihr Herkunftsort auf den ersten Blick auch scheinen mag, der Schein färbt nicht auf Martina Linn ab.</p>
<p>Martina Linns Stimme ist ein geschliffener Diamant. Emotionen finden in ihrem Gesang ein Ventil und füllen den Raum mit einer wohlig-warmen Melancholie. Mit beiden Füssen steht sie fest am Boden und wirkt dennoch grazil und elegant. Einzig die Stimme verleiht ihren Gefühlen Flügel.</p>
<p>Gestern Abend begleitete ein ausgewähltes Team an Luzerner Musikern Martina Linn mit ihrem EP-Erstling «Staircase from above» zum Taufbecken. Andi Schnellmann zupfte den Bass (Henrik Belden), Christian Winiker griff in die Saiten der Gitarre (ebenfalls) und Vincent Glanzmann bearbeitete die Drums (Franky Silence &amp; Ghost Orchestra). Country-Folk vom Feinsten.</p>
<p>Und das Treibhaus zeigte sich diesmal von einer ungewohnten Seite. Für einen Abend tauschten die Veranstalter Lasershow gegen Kerzenlicht, Indie-Band gegen Singer/Songwriterin und Stehplätze gegen Tische und Stühle. Es entstand eine Art Wohnzimmer, in dem die Distanz zur Band aufgehoben wurde.</p>
<p>Wer sich darin in Sicherheit wog, wurde aber bald aus seinem Sessel gerissen. Denn so süss der Name und die Stimme auch klingen mögen, so viel Kraft entlädt sich in ihrer Entfaltung.</p>
<p>Ich spreche hier von echten Gefühlen und echten Emotionen. Nichts trübte das Bild in seiner Entstehung vor dem Inneren Auge. Weit über die Berge in die Ebene hinaus trägt uns die Stimme von Martina Linn. Die plötzliche Freiheit läuft einem wie ein kalter Schauer über den Rücken.</p>
<p>Mit dem Lied «Out of Place» nimmt Martina Linn uns mit auf eine Reise. Wohin geht es? Dieses Geheimnis verbirgt Martina Linn in ihren poetischen Texten. Das Publikum steigt ein, der Zug setzt sich langsam in Bewegung und die Landschaft zieht immer schneller vorbei. Bis sich die intensiven Farben und Geräusche von Berg und Bach mit dem Himmel vermischen. Eine Ästhetik, von Hand geformt und sorgsam in die Ohren der Zuhörer gelegt.</p>
<p>Die Zeiger der Uhren stehen für eine kurze Zeit still, wie um den Moment fest zu halten. Wahrscheinlich könnte man noch Stunden den Klängen von Martina Linns Stimme lauschen, wäre da nicht der Umstand, dass just in dem Augenblick das Licht angeht.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Das Innere von Holz</title>
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		<pubDate>Sat, 05 May 2012 18:15:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[galerie kriens]]></category>
		<category><![CDATA[René Odermatt]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Künstler René Odermatt präsentiert aktuelle Arbe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Der Künstler René Odermatt präsentiert aktuelle Arbeiten in der Galerie Kriens.</em><em><strong> </strong></em></p>
<p>Von Michael Sutter<span id="more-11820"></span></p>
<p><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/05/René_Odermatt4.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-11821" title="René_Odermatt4" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/05/René_Odermatt4-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a>Kriens, Freitag 04. Mai 2012: In der Peripherie von Luzern gelegen, zeigt die Galerie Kriens in fünf bis sechs Ausstellungen pro Jahr die Werke professioneller zeitgenössischer Kunstschaffender. Das  Hauptaugenmerk bei der Auswahl der Künstlerinnen und Künstler liegt auf der Region Zentralschweiz. Mit <a href="http://www.reneodermatt.ch/">René Odermatt</a> (*1972) wird in der Galerie Kriens ein Künstler berücksichtigt, der 2009 den Kulturförderpreis der Gemeinde Kriens erhalten hat und nun mit einer kleinen, aber eindrucksvollen Einzelausstellung zusätzlich gewürdigt wird.</p>
<p><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/05/René_Odermatt5.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-11822" title="René_Odermatt5" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/05/René_Odermatt5-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a>Der gelernte Holzbildhauer verkörpert in seinen Arbeiten mit der Technik des Schnitzens ein traditionelles Kunsthandwerk. Diese Technik zieht sich in unterschiedlicher Ausprägung durch die Ausstellung, wobei der Prozess der Entstehung mittels strukturellen und ornamentalen Vorlagen, von Hand erarbeitet oder am Computer generiert, meist identisch ist. Der Übertrag der Vorlagen auf die diversen Materialien wie Sperrholz, Hartgips oder Kunststoff ist ein äussert akribischer und zeitintensivster Aufwand, aber Grundvoraussetzung für die Entstehung einer optischen Dynamik und einer unmittelbare Wirkung der Formen und Strukturen. Durch das Entfernen einzelner Holzschichten zeigen einige Arbeiten von René Odermatt das Innenleben verleimter Sperrholzplatten, das faszinierende Musterformen der Holzmaserung hervorbringt. Neben aktuellen Wandarbeiten enthält die Ausstellung in der Galerie Kriens auch skulpturale Exponate wie beispielsweise einen mit leuchtgrüner Lackfarbe überzogenen Wurzelstock einer Fichte, der die Aufmerksamkeit in der Mitte des Raumes auf sich zieht. Der künstliche Farbüberzug bewirkt die Suggestion einer Miniaturisierung eines Baumes, dessen Beibehaltung der Form die Wahrnehmung des Betrachters leicht in die Irre führt. Eine weitere kleinformatige Holzskulptur spielt mit der Ambivalenz zwischen den natürlichen Kreisformen der Jahresringe und einem künstlich hinzugefügten Rautenmuster.</p>
<p><em>Die Ausstellung von René Odermatt ist in der </em><a href="http://www.kriens.ch/de/tourismus/sehenswuerdigkeiten/welcome.php?action=showobject&amp;object_id=5262">Galerie Kriens</a><em> noch bis am 27. Mai 2012 zu sehen. Die Öffnungszeiten sind jeweils Mittwoch, Samstag und Sonntag von 16 bis 18 Uhr.</em></p>
<p><em><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/05/René_Odermatt62.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-11830" title="René_Odermatt6" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/05/René_Odermatt62-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/05/René_Odermatt21.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-11833" title="René_Odermatt2" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/05/René_Odermatt21-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><br />
</em></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Die Ateliers sind offen</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Apr 2012 13:50:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Sutter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Ateliers]]></category>
		<category><![CDATA[luzern]]></category>
		<category><![CDATA[Pulk]]></category>

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		<description><![CDATA[Unter dem Motto Pulk waren am Sonntag 29. April 2012 z [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Unter dem Motto Pulk waren am Sonntag 29. April 2012 zahlreiche Ateliers in der Stadt Luzern für die Öffentlichkeit zugänglich.</em></p>
<p><em> </em></p>
<p>Von Michael Sutter</p>
<p><span id="more-11809"></span>Luzern, Sonntag 29. April 2012: Um zwölf Uhr öffneten sich in der ganzen Stadt Luzern die Tore zu den heiligen Produktionsstätten der Kunst: den Ateliers. Rund 100 Teilnehmer haben sich dafür entschieden, ihre Arbeitsräume für Kunst- und Kulturinteressierte der Luzerner Bevölkerung für einen halben Tag zugänglich zu machen. Alle möglichen Orte zu sehen, erschien schon nach dem ersten Besuch in der Ateliergemeinschaft Geissensteinring 14 ein Ding der Unmöglichkeit. Drei verschiedene Kunstschaffende an einem Ort heisst auch gleichzeitig drei verschiedene Arbeitsweisen, Materialien, Atelierausstattungen, Dokumentationen, Endprodukte etc. Diese Einsicht zog sich durch den gesamten Spaziergang von der Luzerner Allmend, über das Quartier um die Industriestrasse, die Atelierplätze in der Neustadt bis hin zu den Kunstwerkstätten Bildzwang und das Gelbe Haus, gelegen am Reussport Richtung Emmenbrücke.</p>
<p>Innerhalb der Kulturpolitik der Stadt Luzern momentan ein oft diskutiertes Thema ist die vielseitige Kreativwirtschaft rund um die Industriestrasse. Neben dem Vorkommen kleingewerblicher Betriebe sind die Räumlichkeiten an Kunstschaffende aus allen erdenklichen Genres vermietet. Fotografen, bildende Künstler, Bildhauer, Animations- und Puppentrickfilmer, Konzeptkünstler und viele mehr haben sich im Lauf der Jahre einen improvisiert wirkenden, doch in allen Belangen gemütlich anmutenden Tempel der Kunstproduktion erschaffen. Vor allem die verwinkelten Räume und Treppenaufgänge machten die Entdeckungstour für die Besucher zu einer interessanten und zeitaufwändigen Erfahrung.</p>
<p>Ebenfalls eine Ateliergemeinschaft bildet der <a href="http://www.bildzwang.ch/">Werkverein Bildzwang</a>, der seit den späten 1980er Jahren in einer ehemaligen Darmfabrik an der Reussinsel 59 gelegen ist. Mehrheitlich arrivierte Künstlerinnen und Künstler ab einem gewissen Alter haben sich ihre Arbeitsstätten mit viel Charme und Erfindergeist eingerichtet. Ob Versuchsanordnungen für Materialforschung, Holzwerkstätten, Lagerräume oder Gemeinschaftsküchen, im Bildzwang haben sich eine Vielzahl bildender Künstler eine Umgebung geschaffen, die eine gute Voraussetzung für ein professionelles Kunstschaffen ist.</p>
<p>Das Gelbe Haus, ehemaliges Schwesternhaus des Kantonsspitals Luzern und Asylheim, beherbergt Wohnateliers und Arbeitsräume für zwölf mehrheitlich junge Künstlerinnen und Künstler. Das Haus gleicht einer überdimensionierten Wohngemeinschaft auf drei Stockwerken, welche überaus reich an dekorativen Elementen und spielerischen Kleinigkeiten ist. Die Bewohnerinnen und Bewohner haben sich mit den notwendigen Ressourcen für ihre Arbeiten regelrechte kleine Oasen eingerichtet, die an Individualität kaum zu überbieten sind. Gemeinschaftsräume wie die Küchen oder der grosse Garten bilden nachhaltige Synergien zwischen den Künstlern, die schon einige interdisziplinäre Projekte hervorgebracht haben.</p>
<p>Nicht zu vergessen sind auch alle Einzelkämpfer unter den Künstlern, die ihre Ateliers in Privatwohnungen, Garagen oder Zwischennutzungen aufgebaut haben. An diesen Örtlichkeiten wurde man bei Bedarf vollumfänglich über bestehende oder geplante Arbeiten informiert und konnte in einer lockeren Atmosphäre ungeniert Fragen stellen.</p>
<p>Im Allgemeinen hat man gemerkt, dass enorm viel Eigeninitiative in die jeweiligen Räume gesteckt wurde, damit das individuelle Atelier auch möglichst alle Bedürfnisse des Künstlers abdeckt. Die semiprofessionellen Do-it-yourself Ausstattungen, betroffen sind dabei Bereiche wie Raumaufteilungen, Elektro- und Sanitärinstallationen oder auch Gemeinschaftsplätze wie Wohnzimmer oder Küchen, zeugen in allen Fällen von einer kollektiven Energie der Künstlerinnen und Künstler. Abgerundet wurde der Tag der offenen Ateliers von den durchwegs gastfreundlichen Künstlerinnen und Künstler, die eine reichhaltige und teils exotische Kulinarik für die Besucher geboten haben.</p>
<p><em>Der Tag der offenen Ateliers wurde von </em><a href="http://www.pulk.ch/"><em>Pulk</em></a><em> in Zusammenarbeit mit dem </em><a href="http://www.kunstmuseumluzern.ch/"><em>Kunstmuseum Luzern</em></a><em> organisiert. Die Ausstellung </em><em>«</em><em>Das Atelier. Orte der Produktion» ist im Kunstmuseum Luzern noch bis zum 29. Juli 2012 zu sehen.</em></p>
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		<title>«Hoffe ehr gönd chli ab, es wird wie gseid alles ufzeichnet!»</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Apr 2012 13:02:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nick Furrer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[8 x 15]]></category>
		<category><![CDATA[De Luca]]></category>
		<category><![CDATA[Death By Chocolat]]></category>
		<category><![CDATA[Hecht]]></category>
		<category><![CDATA[henrik belden]]></category>
		<category><![CDATA[Kaltehand und Natasha Waters]]></category>
		<category><![CDATA[The Fires]]></category>
		<category><![CDATA[The Jamborines]]></category>
		<category><![CDATA[Webba]]></category>

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		<description><![CDATA[Die fünfte Ausgabe von 8x15 fand in der Schüür Luzer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die fünfte Ausgabe von 8&#215;15 fand in der Schüür Luzern statt. Angekündet waren angesagte Bands, die sich einem breiten Publikum abseits ihres Genres präsentieren durften.</em></p>
<p>Von Nick Furrer</p>
<p><span id="more-11803"></span>Auf die Bühne geholt wurden sie einmal mehr von musicLAB von SF zwei, mx3, DRS Virus und backstageradio.ch . Die acht viertelstündigen Konzerte wurden allesamt gefilmt und live im Radio übertragen. Acht Bands kriegen je fünfzehn Minuten Spielzeit. Bei Ablaufen des Countdowns schliesst sich der Vorhang und es folgt eine zehnminütige Umbaupause, ebenfalls sekundengenau durchgezogen.</p>
<p><a href="http://henrik-belden.com/">Henrik Belden</a> profitierte als erster. Bevor er in Zug den eigentlichen Gig des Abends spielte, liess er sich die fünfzehn Minuten Sonderaufmerksamkeit nicht entgehen. Er und seine Band spielten schöne Songs noch schöner. Es gab «CD-Singelis» zum Mitnehmen. Ein gutmütiges, unaufdringliches Heimspiel setzte das Künstler-Förderband in Bewegung.</p>
<p>Bis sich der Vorhang wieder öffnete, konnte man die Kameras vom Schweizer Fernsehen bestaunen. Deren acht waren es, im ganzen Schüürsaal verteilt. Eine schoss ferngesteuert neben dem Mischpult auf und ab. Man gewöhnte sich an die Umstände.</p>
<p><a href="http://www.thejamborines.com/The_Jamborines_-_Genuine_RocknRoll/Home.html">The Jamborines</a> durften als zweite ran. Die Lederjacken und bis oben zugeknöpften Hemden zeugten von keinem speziellen Bühnenkomfort. Die Westschweizer spielten den einen Indie-Song, den man doch irgendwo schon mal gehört hat. Vorhang zu.</p>
<p>Der berner Rapper <a href="http://www.webba.ch/">Webba</a> folgte mit einem DJ und einem zweiten MC, der mit Körpersprache verdeutlichte, was man dem Webba nicht von den Lippen ablesen konnte.  Dennoch erwies sich sein Genre in diesen Kurzkonzerten als vorteilhaft – es wurde blitzschnell vom einen Track zum nächsten geschaltet. Eine druckvolle Mischung aus Dubstep und CH-Rap. Die fünfzehn Minuten waren wieder um.</p>
<p>Zu helles Licht störte auch während den Konzerten. Das war wohl eine Voraussetzung für hochwertiges Filmmaterial.</p>
<p><a href="http://www.kaltehandnatashawaters.ch/">Kaltehand und Natasha Waters</a> kamen zum Vorschein. Sie zierte sich mit silber-glitzerndem Kopfschmuck &#8211; und das war erst der Anfang. Die Kaltehand entpuppte sich als Mann im schwarzen Hemd, blauen Jeans und einem Hirschgeweih obendrauf.  Hauptsache anders. Er machte gelegentlich die «Aaahs» und lieferte den Elektropop. Natasha Waters suhlte sich in ihren Requisiten, die bestimmt irgendwo einen Sinn ergaben. Für alle Outsider war es eher irritierend als fesselnd. Dabei wäre die Musik des Duos alleine interessant genug gewesen. Vorhang zu.</p>
<p>Wieder musste man sich während zehn Minuten verpflegen. Im Hintergrund konnte man dem wilden Backstage-Treiben lauschen, das vom Medienteam eingefangen wurde.</p>
<p><a href="http://www.hechtimnetz.ch/">Hecht</a> bauten auf. Der Sänger forderte das Publikum auf zu klatschen «bes d Band uf d’Bühni chonnd». Die kam dann auch tatsächlich, nur leider ohne Bassist. Im letzten Augenblick verabschiedete sich seine G-Saite samt Mechanik. Aber die Gutelaunemusik funktionierte auch mit drei Saiten. Die Schüür trällerte die «Schallalahs» und war «Arsch a Arsch am tanze». Mundart von seiner süffigen Seite. Die Viertelstunde war wieder um.</p>
<p>In der Zwischenzeit hätte man die Schüür auch durchaus als Papiliorama verkaufen können. Es fehlten bloss die Schmetterlinge.</p>
<p><a href="http://www.delucamusic.ch/">De Luca</a> als nächster war eine willkommene Erfrischung. Der in der Schweiz geborene Vollblutitaliener machte Integrations-Reggae («Ich bin Italiäner i de Schwiz, Schwizer in Italie»). Die solide Band hinter dem jungen Frontmann waren die Dubby Conquerors. Vorhang zu, Vorhang auf.</p>
<p>Die zweitletzte Viertelstunde gehörte <a href="http://www.deathbychocolate.ch/">Death By Chocolat</a>. Gitarren, Sonnenbrille und so. Zum Schluss ne Up-Tempo-Nummer. Next!</p>
<p>Der letzte Countdown brach an. Auf der Bühne standen drei Buben in weissen Anzügen mit schwarzen Krawatten. <a href="http://www.thefires.ch/cm/">The Fires</a> aus Zürich. Durchschnittsalter 16.5. Sie spielten den Rock’n’Roll von früher und taten dies abgeklärt. Mehrstimmiger Gesang, 50er-Jahre-Look, der Gitarrist steigt auf die Bassdrum, die ganze bekannte Palette. Eine aussergewöhnliche Leistung der Jungspunde. Dessen scheinen sie sich auch bewusst zu sein. Sie stellten sich vor mit Künstlernamen und Alter und machten als einzige Band Werbung für ihre Webpage. Da scheint jemand genau zu wissen, wie sich Ausnahmetalente fördern und verkaufen lassen. Die selber mitgebrachten Retro-Mikrofone und Funkgitarren hinterliessen letztendlich einen schmalzigen Eindruck der Baby-Hives. Die Masse wird sie lieben, dafür wird in Zukunft gesorgt sein. Für gewissenhafte Konzertgänger möglicherweise ein Grund, sie jetzt schon zu verschmähen. Eine verblüffende Aufzeichnung wäre <a href="http://www.youtube.com/watch?v=V7DBAGAGGAY&amp;list=UUUHdnOmwPLsnBWzvUlNlb6A&amp;index=3&amp;feature=plcp">hier</a> zu finden.</p>
<p>8 Bands im Schnelldurchlauf, die sich allesamt live nicht verstecken mussten. Ganz ohne Wettbewerb, ganz ohne Vorausscheidung. Alles in allem eine gute Sache.</p>
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		<title>Luzerner Kunst made in Chicago</title>
		<link>http://www.kulturteil.ch/2012/luzerner-kunst-made-in-chicago/</link>
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		<pubDate>Sat, 28 Apr 2012 11:59:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Sutter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Chicago]]></category>
		<category><![CDATA[Kunsthalle Luzern]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Kunsthalle Luzern präsentiert in einer kurzen Gast [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die <a href="http://www.kunsthalleluzern.ch/">Kunsthalle Luzern </a>präsentiert in einer kurzen Gastausstellung eine Auswahl von Werken der Stipendiatinnen und Stipendiaten des Wohnateliers für Luzerner Kunstschaffende in Chicago.</em></p>
<p>Von Michael Sutter</p>
<p><span id="more-11787"></span>Unter dem im ersten Moment verwirrenden Titel «10. Werkschau 903 N. Damen Ave.» zeigt die Kunsthalle Luzern in Zusammenarbeit mit dem <a href="http://www.luzern-chicago.ch/">Verein Städtepartnerschaft Luzern-Chicago</a> das Schaffen von sechs Luzerner Kunstschaffenden. Spätestens nach den erläuternden Worten der Vernissage-Redner ist dem Besucher der Kontext der Ausstellung klar. Die Künstlerinnen und Künstler aus den Sparten Bildende Kunst, Musik, Zeichnung und visuelle Gestaltung profitierten von einem Gastatelier, das sich an der besagten Adresse 903 N. Damen Ave. in der nordamerikanischen Grossstadt Chicago befindet. Diese 10. Werkschau befasst sich mit den vor Ort entstandenen oder inspirierten Arbeiten derjenigen Künstlerinnen und Künstler, die in den vergangenen zwei Jahren das sehr begehrte Artist-in-Residence Stipendium erhalten haben</p>
<p>Eine in Masse und Detailreichtum beeindruckende Arbeit liefert der Zeichner und Illustrator <a href="http://www.christophfischer.ch">Christoph Fischer</a> (*1971), der seine Motive vor allem in den sozial schwächeren und überwiegend von Afroamerikanern besiedelten Vierteln von Chicago gesucht und gefunden hat. In einer verdichteten Hängung und einer markanten Strichführung wird dem Besucher eine Vielzahl von Porträts und Alltagssituationen präsentiert, die an eine regelrechte Milieustudie erinnern. Nach anfänglicher Skepsis beim Zeichner und den Gezeichneten entwickelte sich eine freundschaftliche Synergie und zunehmende Offenheit für die künstlerische Arbeit von Christoph Fischer. Dies führte sogar soweit, dass der Künstler von der Strasse in private Häuser der Quartierbewohner eingeladen wurde. Relativ kontrastreich zu den Zeichnungen aus dem Chicagoer West Side wirkt die Videoarbeit «Roadkill Road», ein Sammelsurium von insgesamt 230 totgefahrenen Tierkadavern, die Fischer während einer Fahrradreise auf der Route 66 nach San Francisco abgelichtet hatte.</p>
<p>Die ausgestellten Arbeiten von <a href="http://www.jonasraeber.com/">Jonas Raeber</a> (*1968) sind filmische Zeugnisse von an sich unscheinbaren Begebenheiten in einer Grossstadt. In einer ungewohnten Perspektive aufgenommen, zeigt das 53-minütige Video «Street View» die gesamte Bodenbeschaffenheit während einer sechs Kilometer langen Velofahrt durch Chicago. Auffallend ist der schlechte Zustand des Asphalts, der mit den vielen Schlaglöchern und Rissen die Qualität des Videos mitgestaltet hat. In «Hidden People» wird in voyeuristischer Manier eine Kleinstvideokamera auf die Menschen von Chicago angesetzt, die sie bei alltäglichen Dingen beobachtet und dabei versteckte Beziehungen erkennen lassen soll.</p>
<p>Ebenfalls einen Aufenthalt im Chicagoer Wohnatelier absolvierte <a href="http://www.leaachermann.ch/">Lea Achermann</a> (*1964), woraus eine mehrschichtige Fotoarbeit, kleine Objekte und Zeichnungen entstanden sind. «Revelations» sind Fotozeilen, die durch die Aneinanderreihung von Fotos mit Text aus dem öffentlichen Raum entstehen. Nach dem Motto «Was will Chicago mir sagen?» ergeben sich aus Strassenschildern, Werbetafeln oder  Hausbeschriftungen arrangierte Aussagen wie «let’s pull ahead in bliss» oder «we’ve got awsome visions to share». Die kleinen Objekte («Barbies» und «American Spirit») und Zeichnungen basieren auf Achermanns «Stretch Limo Concept» und thematisieren die Stereotypen der amerikanischen Gesellschaft.</p>
<p>Der Musiker <a href="http://www.erb.li/">Christoph Erb</a> nutzte die Gelegenheit des Atelieraufenthalts, um in die Chicagoer Jazz-Szene einzutauchen und mit lokalen Musikern zu experimentieren. Erb veranstaltete im Wohnatelier drei Hauskonzerte, kooperierte mit örtlichen Tanzschulen oder vertonte Experimentalfilme. Aus den entstandenen Aufnahmen veröffentlichte Christoph Erb unter seinem eigenen Label <a href="http://www.veto-records.ch/">Veto Records</a> vier CDs, die in der Werkschau an einer Hörstation dem Publikum zugänglich sind.</p>
<p>Die Auseinandersetzung mit der nordamerikanischen Kultur beeinflusste die Arbeiten von Michelle Grob (*1980) im Sinne von mehr Mut zur Selbstdarstellung, zu Kitsch, Provokation und Wiederholung. Auch in Chicago schlüpfte sie in die Rolle der Hausfrau, die selbstinszenierte Fotos als Freiheitsstatue in der Wohnung erstellt, gehäkelte Porträts von Barack Obama anfertigt oder in einer Videoarbeit den Willis-Tower mittels Zunge reinigt.</p>
<p><a href="http://www.c2f.to/">Cybu Richli</a> (*1977) ist visueller Gestalter und hat in Chicago seine Begeisterung für handgemalte «Sale Posters» entdeckt. Die von Chicagoer Designern kaum beachteten Verkaufsplakate nutzte er als Grundlage für die Kommunikation und Zusammenarbeit mit Ladenbesitzern und Schriftenmaler. Daraus ist eine Reihe von visuellen Experimenten und rein typografischen Plakaten entstanden, die sich mit Schriftzeichen und Linien auseinandersetzt. Auszüge und Beispiele aus seiner umfassenden Dokumentation der visuellen Experimente komplementieren seine Werkschau.</p>
<p><em>Die Ausstellung «10. Werkschau 903 N. Damen Ave.» ist noch bis am Sonntag 29. April 2012 geöffnet.</em></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/04/Vernissage_Ansprache1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-11789" title="Vernissage_Ansprache" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/04/Vernissage_Ansprache1.jpg" alt="" width="491" height="326" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/04/Christoph_Fischer_Westside_Chicago.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-11790" title="Christoph_Fischer_Westside_Chicago" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/04/Christoph_Fischer_Westside_Chicago.jpg" alt="" width="491" height="326" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><em><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/04/Christoph_Fischer_Roadkill_Road.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-11791" title="Christoph_Fischer_Roadkill_Road" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/04/Christoph_Fischer_Roadkill_Road.jpg" alt="" width="491" height="326" /></a></em></p>
<p style="text-align: center;"><em><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/04/Cybu_Richli_Posters.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-11792" title="Cybu_Richli_Posters" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/04/Cybu_Richli_Posters.jpg" alt="" width="491" height="326" /></a></em></p>
<p style="text-align: center;"><em><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/04/Lea_Achermann_Revelations.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-11793" title="Lea_Achermann_Revelations" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/04/Lea_Achermann_Revelations.jpg" alt="" width="491" height="353" /></a></em></p>
<p style="text-align: center;"><em><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/04/Michelle_Grob_Obama.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-11794" title="Michelle_Grob_Obama" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/04/Michelle_Grob_Obama.jpg" alt="" width="491" height="326" /></a><br />
</em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Stefanie Heinzmanns musikalisches Wohnzimmer</title>
		<link>http://www.kulturteil.ch/2012/stefanie-heinzmanns-musikalisches-wohnzimmer/</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Apr 2012 10:28:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tiziana Bonetti</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[schüür]]></category>
		<category><![CDATA[Stefanie Heinzmann]]></category>

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		<description><![CDATA[Luzern, Mittwoch 25. April: Stefanie Heinzmann rockte,  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/04/images.jpeg"><img class="size-thumbnail wp-image-11775 alignright" title="images" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/04/images-150x150.jpg" alt="" width="120" height="120" /></a>Luzern, Mittwoch 25. April: <a href="http://stefanieheinzmann.com/">Stefanie Heinzmann</a> rockte, direkt aus Köln kommend, die Schüür. Sie überzeugte durch Natürlichkeit und überraschte mit grossem musikalischem Talent.</em></p>
<p>Von Tiziana Bonetti<span id="more-11774"></span></p>
<p>Verspätet betrat eine strahlende Stefanie Heinzmann gestern Abend die Bühne der Schüür. Da sie zuvor an einem wichtigen Fernsehauftritt in Köln anwesend sein musste, begann das Konzert um zehn Uhr. Aber man war ihr nicht böse: Das wartende Publikum wurde vom ersten Balladensong «Fire», dem souligen Opener ihres jüngst erschienenen Drittlings, schonungslos mitgerissen, und spätestens im Refrain war man von ihrer Stimme so eingenommen, dass man ihr die Verspätung nicht nur verzieh, sondern sogar vergass, dass es überhaupt zu einer Verzögerung gekommen war.</p>
<p>Die sympathische Gewinnern des Casting-Wettbewerbs SDSDSSWEMGABRTLAD, der vor vier Jahren in Stefan Raabs Sendung «TV total» ausgestrahlt wurde, hat sich eindeutig nicht auf ihrem Sieg ausgeruht. Mehrere Auszeichnungen, Cometen und Zusammenarbeiten mit diversen bekannten Musikern in den letzten Jahren bezeugen ihren verdienten Erfolg. Schon längst ist klar, dass Stefanie Heinzmann eine ernstzunehmende Künstlerin mit Substanz ist, die mit einer ungeheuren Lebensfreude und viel Herzblut bei der Sache ist.</p>
<p>Dass sie das Mitte März veröffentlichte Album nach ihrem eigenen Namen benannt hat, lässt darauf schliessen, dass sie nun bei sich angekommen ist, wie Heinzmann selber bekannt gibt: «Ich weiss, wer ich bin, und ich weiss auch, wie das klingen soll.» – Ausgesprochen selbstbewusst für eine 23-Jährige.</p>
<p>Aber der Erfolg scheint ihr nicht zu Kopfe gestiegen zu sein: Auf der Bühne – ihrem selbsternannten «Wohnzimmer» – scherzte sie denn auch über ihr klägliches Outfit, das aus Jeans und einem schwarzen T-Shirt bestand. «Entschuldigt mich! Ich bin erst grad angekommen und hatte deswegen leider keine Zeit mehr, mich umzuziehen», rechtfertigte sie sich und alles im Saal lachte. Es versteht sich von selbst, dass dieses eher unscheinbare, dafür aber umso fröhlichere und lebensfreudige Mädchen mit den riesigen Glupschaugen und dem verschmitzten Lächeln, als Publikumsliebling gilt und Scharen von Fans anlockt.</p>
<p>Geschickt stellte Heinzmann eine Nähe zu ihrem Publikum her und spornte die Zuhörer bis zur hinterletzten Ecke dazu an, zu lachen, zu tanzen und wiederholte mit ihrem niedlichen Walliser Dialekt immer wieder: «So schön, euch alle zu sehen! Dankeschön, dass ihr gekommen seid!» Was auch immer Stefanie Heinzmann zwischen ihren Songs sagte, sie tat es mit Selbstverständlichkeit und Natürlichkeit, dass man es ihr ohne mit der Wimper zu zucken abkaufte. Und hin und wieder klang sie sogar wie die Anführerin einer Selbsthilfegruppe. Zum Beispiel als sie meinte: «Glaubt mir, ihr seid alle gut so, wie ihr seid!»</p>
<p>Aber auch musikalisch wurde einiges geboten: Stefanie Heinzmann und ihre sensationelle Band wechselten aus dem Handgelenk die Musikgenres wie ein Künstler, der in seiner Palette die Farben mischt, ohne dabei zu dick aufzutragen. So reichte die breite Musikpalette  von Pop-Rock über Soul und Blues bis hin zu einem einwandfreien Reggae-Sound. Heinzmanns Songs wirkten nicht nur viel ernsthafter als etwa ihre zuhauf gespielte Single «My Man Is a Mean Man», sie drehte vor allem dem Mainstream eindeutig den Rücken zu.  Stimmlich gesehen hat sich die Schweizerin weiterentwickelt: Nebst der altbekannten Tatsache, dass ihre Stimme in jeder Tonlage brilliert, bezeugte sie ausserdem, dass sie in diversen Genres bestehen kann.</p>
<p>Eines steht fest: Ich als Nicht-Heinzmann-Fan habe mich eindeutig in ihrem Können getäuscht. Auch jene, die ihre im Radio rauf und runtergespielten Songs nicht mehr hören können: Live ist sie ein hochkarätiges Erlebnis mit unverkennbarer gesanglicher Qualität! Und so regte sie schliesslich auch den verklemmtesten Schweizer Biedermeier zum Mittanzen an, als würde sie sagen: «Scheiss egal, ob&#8217;s beschissen aussieht. Ich kann&#8217;s ja auch nicht. Aber verdammt nochmal: Schwing deine steifen Arschbacken!» Melancholie und Teilnahmslosigkeit sind bestimmt das Letzte, was dieses lebensfreudige «verrückte Huhn» an ihren Auftritten dulden will.</p>
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