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	<title>Kulturteil</title>
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	<description>Der Blog des Kulturmagazins</description>
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		<title>Same procedure as every time</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Feb 2012 10:25:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katharina Wolf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bühne]]></category>

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		<description><![CDATA[Luzern, 2. Februar. «Zweierleier» live mit Birgit Ste [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/02/1319778099_Zweierleier-rgb.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-10977" title="1319778099_Zweierleier-rgb" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/02/1319778099_Zweierleier-rgb-300x209.jpg" alt="" width="180" height="125" /></a>Luzern, 2. Februar. «Zweierleier» live mit Birgit Steinegger und Walter Andreas Müller im Kleintheater. Die 28-jährige Traditionssatire des Radio DRS feiert ihr Ende auf der Bühne.</em></p>
<p>Von Katharina Wolf<span id="more-10974"></span></p>
<p>Die zwei Dinosaurier der Schweizer Politsatire sitzen an einem Tischchen mit Blumensträusschen. Ihre Köpfe sind tief geneigt, versunken in den Text, der wegen seiner Länge zu einem stattlichen Buch gebunden wurde. Das Konzept dieser Produktion ist unmissverständlich. Als «Radio fürs Auge» kündigt Moderator Flurin Caviezel die Veranstaltung an, in der die besten Sketche und Parodien aus einer fast 30-jährigen Rundfunkkarriere auf der Bühne nochmals aufleben sollen.</p>
<p>Vor jedem Sketch wird zuerst die dazu passende Meldung aus dem Archiv des DRS 1 eingeblendet. Und auch sonst scheute man den Aufwand nicht, das Radiofeeling zu vermitteln &#8211; eine «On Air»-Digitalanzeige wurde an der Decke angebracht. Dieser Rahmen vermag allerdings nicht darüber hinwegzutäuschen, dass auch eine Birgit Steinegger und ein Walter Andreas Müller auf der Bühne einfach besser funktionieren würden, wenn anstatt der Textblätter, das Publikum öfters in den Genuss der Mimik der beiden Kabarettisten käme.</p>
<p>Natürlich muss aber auf WAMs und Steineggers phantastische Darstellungen von Blocher, Leuenberger, Calmy-Rey und Co. nicht verzichtet werden. Gerade in diesen Paraderollen vermögen sich die beiden Akteure am leichtesten über die gedruckten Skripte zu erheben, kommen weg vom Radio und fangen auf der Bühne an zu leben.</p>
<p>Streckenweise entsteht der Eindruck, «Zweierleier» sei mit seiner doch eher verminderten Zündkraft und langsameren Gangart verstaubt, der Zeit nicht mehr entsprechend. Dem gebieten die zwei Urgesteine aber immer wieder Einhalt mit spritzigen Ideen und einer zweifellos überzeugenden Umsetzung. So besticht beispielsweise die Beerdigung des Bankgeheimnisses mit Walter Andreas Müller in der Rolle des Pfarrers als urkomische und bitterböse Inszenierung, ein Trauergast kann sich die Bemerkung «det hine hocket de Köppel, dä dete, wo sich s Pochettli vollhület» nicht verkneifen.</p>
<p>«Zweierleier» hat zwar nun ausgeleiert und wird ersetzt durch ein neues Format auf DRS 1 mit Gabriel Vetter. Steinegger und Müller werden aber wohl nicht so schnell von der Bild- und Tonfläche verschwinden. Dieses Duo kann es sich scheinbar ohnehin leisten, an seinem eigenen Brauchtum der Komik festzuhalten und auf die «modernen Hörgewohnheiten» wenig Rücksicht zu nehmen. Das grösstenteils mitgealterte Publikum liebt die beiden nach wie vor heiss. Schliesslich gehören sie zur Schweizer Satirelandschaft wie «Dinner for One» zum Silvester und sind damit längst Tradition. Wollte man die Tradition verändern, wäre es ihr Tod.</p>
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		<title>Würzig im Antrunk, fad im Abgang</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 17:22:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gianni Walther</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Donnerspass]]></category>
		<category><![CDATA[Joan and the Sailors]]></category>
		<category><![CDATA[schüür]]></category>
		<category><![CDATA[The Bianca Story]]></category>

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		<description><![CDATA[Donnerspass in der Schüür. The Bianca Story und Joan  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/02/jats_joan_800x800.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-10967" title="jats_joan_800x800" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/02/jats_joan_800x800.jpg" alt="" width="108" height="108" /></a>Donnerspass in der Schüür. <a href="http://www.thebiancastory.com/">The Bianca Story</a> und <a href="http://joanandthesailors.com/">Joan and the Sailors</a>.</em></p>
<p>Von Gianni Walther<span id="more-10965"></span></p>
<p>Es ist Musik, in der man sich schnell verlieren kann. Man kann sich fallen lassen. Das kleine Orchester, das den Namen Joan &amp; the Sailors trägt, erschafft mit seiner Musik ein elegisches Klanguniversum. Zu verzücken mögen vor allem die pochenden Basslinien, welche die anderen Instrumente durch die Lieder tragen. Der Mix aus Trip-Hop und Postrock fliesst gemütlich vor sich hin, bricht da und dort aus.</p>
<p>Es ist ein Konzert voller Emotionalität, viele der Songs wirken bedeutungsschwanger. Von Üppigkeit kann aber nicht die Rede sein. Frontfrau Joan Seiler verleiht der melancholischen Grundstimmung des Auftritts durch ihre améliehafte Leichtigkeit einen liebenswerten Beigeschmack. Einige Mitglieder des Miniorchesters fallen kurzzeitig durch Teilnahmslosigkeit auf. Vielleicht auch, weil die Beleuchtung statisch und langweilig ausfällt und zeitweise das Gefühl verbreitet, man sei an einem Kammermusikkonzert. Die Lichttechnik hätte da auch etwas mehr Saft geben können.</p>
<p>Die familiäre Atmosphäre geht während der ganzen Dauer der Darbietung nie verloren. Oft schauen sich die Bandmitglieder an und demonstrieren dem Publikum ihre Nähe mit einem kurzen verschmitzten Lächeln. Der Zusammenhalt wird noch greifbarer, als Sängerin Joan verkündet, dass dies das letzte Konzert einer Mitmusikerin ist. Man spürt, dass die Band ihre Besetzung noch ein letztes Mal voll auskosten möchte. Das Ende des Konzerts fällt umso gefühlvoller aus, was von den Zuschauern mit grossem Applaus honoriert wird.</p>
<p>So toll der erste Teil des Abends begonnen hat, so langweilig fällt der zweite Teil aus. Zwar wird nun lichtechnisch einiges mehr geboten, doch The Bianca Story wirken lust- und einfallslos. Auf ihrer Website präsentiert sich die Band so: «Try imagining Heaven 17, the B-52&#8242;s and Talking Heads at a Fleetwood Mac reunion gig &#8230;» Das klingt zwar spannend und vielversprechend, doch hat man vieles schon mal irgendwo gehört. Der durchaus solid vorgetragene Tanzpop bedient sich zu vieler Klischees. Die Musik bietet einfache Unterhaltung, von grosser Innovation kann aber nicht die Rede sein.</p>
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		<title>Stimme des Volkes, des Hasses, des Mordes</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 14:12:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>pablo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bühne]]></category>
		<category><![CDATA[Hate Radio]]></category>
		<category><![CDATA[IIPM]]></category>
		<category><![CDATA[Milo Rau]]></category>
		<category><![CDATA[südpol]]></category>

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		<description><![CDATA[Donnerstag, 2. Februar: Milo Raus IIPM (International I [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/02/Plakatmotiv-01.-Oktober-2011_dseiffert_filmkorn.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-10945" title="Plakatmotiv 01. Oktober 2011_dseiffert_filmkorn" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/02/Plakatmotiv-01.-Oktober-2011_dseiffert_filmkorn-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Donnerstag, 2. Februar: Milo Raus <a href="http://international-institute.de/?p=345">IIPM (International Institute of Political Murder)</a> gastiert mit «Hate Radio», einem Stück über den Völkermord in Ruanda, im Südpol. Es scheint trotz des noch jungen Jahres nicht vermessen, dieses als d a s Theaterereignis 2012 zu feiern.</em></p>
<p>Von Pablo Haller (Bilder: Frank Schroeder/zvg)<span id="more-10935"></span></p>
<p>In der Shedhalle sind sie alle versammelt. Jene, die man an so einem Anlass erwartet und ein, eher unerwartet, auch junges Publikum. Es scheint sich rumgesprochen zu haben: Das IIPM ist back in town. Dies nach dem Projekt <a href="http://www.kulturteil.ch/2010/der-sundenfall-der-rumanischen-demokratie-die-letzten-tage-der-ceausescus-im-sudpol/">«Die letzten Tage der Ceausescus»</a>, in dem mit rumänischen Schauspielern der Prozess gegen den ehemaligen rumänischen Machthaber Nicolae Ceausescu und seine Ehefrau Elena vor originalgetreuer Kulisse gemäss den Protokollen nachgespielt, reenacted, wurde. Theater in Idealform, in das man arglos reingeht und das man als – zumindest etwas – Veränderter verlässt.</p>
<p>In der grossen Halle, wo bis vor kurzem noch Badminton gespielt wurde, steht in der Mitte ein grosser Kasten. Links und rechts davon sind Zuschauertribünen aufgebaut. Vor dem Eintreten hat man ein Radio mit Kopfhörern in die Hand gedrückt bekommen. Darauf wird, auf Frequenz 88.5, alles Gesprochene übertragen.</p>
<p>Ein Radiostudio wird auch das Stück zeigen, jenes des RTLM (Radio-Télévision Libre des Mille Collines), bei dem die Moderatoren kiffend und biertrinkend den heissesten Sound aus dem Westen, dem Kongo etc. spielten und gleichzeitig zum Mord an den Tutsi aufriefen. Im Moment aber sehen wir bloss einen grossen Kasten, runtergelassene Rollladen, auf die überlebensgross Schauspieler projiziert sind, die glaubwürdig Betroffene verkörpern, ihr Zeugnis durch sich sprechen lassen. Unvorstellbare Schicksale und Taten werden da zutage gefördert, die die Grenze des Erträglichen – und auch wenn man es «bloss» hört – immer wieder überschreiten.</p>
<p><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/02/IMG_3985.jpg"><img class="size-medium wp-image-10948 alignright" title="IMG_3985" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/02/IMG_3985-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>Doch so geschah es in Ruanda ab dem 6. April 1994, nachdem das Flugzeug des Präsidenten kurz vor der Landung von zwei Raketen getroffen wurde. In annähernd hundert Tagen töteten Angehörige der Hutu-Mehrheit etwa 75 Prozent der in Ruanda lebenden Tutsi-Minderheit sowie moderate Hutu, die sich am Völkermord nicht beteiligten oder sich aktiv dagegen einsetzten. Die stationierten Friedenstruppen der Vereinten Nationen versagten, indem sie untätig blieben. Auch Täter kommen in «Hate Radio» zu Wort. Georges Ruggiu beispielsweise, genannt «der weisse Hutu», der bei RTLM moderierte und nun einem Ermittler Rede und Antwort stehen muss.</p>
<p><em>Ermittler: «Herr Ruggiu, können Sie uns erklären, warum Sie beschlossen haben, auf schuldig zu plädieren?»<br />
Ruggiu: «Mir ist bewusst worden, dass während der Ereignisse von 1994 in Ruanda Menschen ums Leben kamen, und dass es eine direkte Verbindung zwischen ihrem Tod und dem gibt, was ich im Radio des Mille Collines gesagt habe.»</em></p>
<p><img class="size-medium wp-image-10946 alignleft" title="IMG_3928" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/02/IMG_3928-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></p>
<p>Bald wird es still, dunkel, die Rolladen fahren rauf, dann wieder Licht. Ein Radiostudio. DJ Joseph (Afazali Dewaele) hinter der Glaswand, Kantano Habimana (Diogène «Atome» Ntarindwa), Valerié Bemeriki (Nancy Nkusi) und Georges Ruggiu (Sébastian Foucault) an den Mikros, schweigend bewacht von einem Bewaffneten. Sie scherzen, sie plaudern. Auf Französisch und in der Lokalsprache. Sie vergleichen die Tutsi mit Hitler, während ihr Sender scheint wie ein Nazisender in Berlin 1945, während die Stadt bereits von alliierten Truppen umzingelt war.</p>
<p>Falsch- und Hasspropaganda. Diffamierung aller, die die Mission – Auslöschung aller Tutsi («Das Mittelmeer soll mit ihren Körpern gefüllt sein, dass die Schiffe nicht mehr darauf fahren können») – infrage zu stellen wagen. Dazwischen rufen Leute an, unter ihnen ein elfjähriger Junge, die live erzählen, wo sich noch Tutsi verstecken, damit die Schlächtertruppe <em>Interahamwe</em>, eine Kampforganisation der MRND-Staatspartei Ruandas, sie killen kann. Die Anrufer dürfen sich dann ein Lied wünschen und Leute grüssen. Nach einer Stunde endet der diabolische Spuck, während man sich fühlt, als würde man ins Bodenlose fallen. Dieser flockig-lockere Zynismus lässt einen schockgefrieren. Gerade auch, weil die Akteure völlig authentisch sind, weil überhaupt nichts gespielt wirkt. Das ist nicht Theater, das ist ein Stück Realität, das da aufersteht.</p>
<p><img class="alignright size-medium wp-image-10947" title="IMG_3873" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/02/IMG_3873-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></p>
<p>Milo Rau hat für «Hate Radio» die Transkripte der RTLM-Sendungen gesichtet und aus Tausenden Stunden eine montiert, die einen sehr authentischen Überblick gibt. Im Interview mit Rolf Bossart bemerkte Rau dazu: «… worum es mir aber letztlich geht, ist nicht die dokumentarische Genauigkeit, sondern die Beschwörung einer Atmosphäre: Der in der Performance gezeigte Sendeabend spielt gegen Ende des Genozids, Kigali ist vom FPR eingekreist. Die Hysterie der Moderatoren ist auf dem Höhepunkt, und es herrscht eine zum Äussersten verschäfte Propanganda bei genauso verschärfter Unterhaltung.»</p>
<p>«Wachsam bleiben», ist eine Devise der Moderatoren. Sie meinen damit: gegenüber den Tutsi. Wachsam bleiben soll auch der Zuschauer. Wachsam bleiben, die Mechanismen des Hasses aushebeln. In «Hate Radio» wird nicht moralisiert. Bloss dargestellt, der Schrecken schwingt in den cool gelaberten Worten der RTLM-Moderatoren. In den unaufgeregt erzählten Sequenzen der Betroffenen. Zu Beginn sagt einer von ihnen, man habe (vor dem Genozid) sogar Hutu-Hassprediger in Theaterorte eingeladen, um sie performen zu lassen und danach mit dem Publikum zu diskutieren. Das sei doch bloss Politik gewesen.</p>
<p>Dachte man damals noch.</p>
<p><em>Weitere Aufführung: FR 3. Februar, 20 Uhr, Südpol Luzern</em></p>
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		<title>The Stolen Sounds – Luzerner Theater: «The Stolen Smells» von Simon Wills</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 18:21:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Bitterli</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bühne]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[luzerner theater]]></category>
		<category><![CDATA[NDR-Sinfonieorchester Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Stolen Smells]]></category>

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		<description><![CDATA[Was für ein interpretatorisches Gelingen auf höchstem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/01/Smells-2095.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-10921" title="Smells-2095" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/01/Smells-2095-300x199.jpg" alt="" width="240" height="159" /></a>Was für ein interpretatorisches Gelingen auf höchstem Niveau! Das Luzerner Sinfonieorchester, die Solistinnen und Solisten des hiesigen Ensembles, der Theaterchor: Sie alle wurden vom dirigierenden Komponisten selbst offenhörlich zu musikalischen Höchstleistungen angetrieben.</em></p>
<p>Von Peter Bitterli (Bilder: Ingo Höhn/zvg)<span id="more-10909"></span></p>
<p>Die Orchestermusiker realisierten die Partitur mit Präzision, Engagement und wohl auch Spiellust. Da war seriös geprobt worden. Ebenso überzeugend erfüllten Sängerinnen und Sänger ihre mal parodistisch-hysterisch-hochvirtuosen, mal lyrisch-sentimentalen, mal viril-bassgrundelnden Rollen. Das Luzerner Theater schenkte in Zusammenarbeit mit dem NDR-Sinfonieorchester Hamburg einem zur Zeit lebenden Komponisten eine Uraufführung, die diesen zweifelsohne hoch beglücken musste.</p>
<p>Aber was für einem fadenscheinigen, zusammengeflickten Fetzen Musik galt dieser rührende Aufwand! Simon Wills komponierte einen Second-Hand-Sound, der von Broadway, Britten und Bernstein bis zu Bayreuth und Berg so ziemlich alles ausbeutet und bedenkenlos zusammenkitscht, was in der Opern- und Musicalgeschichte der letzten hundertfünfzig Jahre mehr oder auch weniger Bedeutendes hervorgebracht wurde. Das alles ist jederzeit gerissen gemacht, effektvoll, ist insbesondere brillant instrumentiert und oft fetzig, aber vollkommen zahnlos, weil in keinem Moment authentisch oder auch nur originell.</p>
<p><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/01/Smells-2559.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-10924" title="Smells-2559" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/01/Smells-2559-300x199.jpg" alt="" width="240" height="159" /></a>Mal gibt&#8217;s einen Blues, mal eine Fuge, mal eine Art Wahnsinnsarie oder ein Liebesduett, mal klingt es minutenweise nach Schostakovitsch oder Weill, dann wieder werden uns wörtliche Zitate, etwa aus Bergs «Wozzeck» präsentiert, ohne dass erkennbar wäre, worin nun der Sinn des Zitats läge. Der Komponist gibt zu Protokoll, dass er ein Werk «ohne jede Ironie und postmodernes Gehabe» habe schreiben wollen, in  einer ganz aus dem persönlichen Instinkt erwachsenen Tonsprache. Ja was denn? Wenn diese Musik ohne Anführungszeichen gehört werden soll, dann ist sie ja nichts anderes als Diebesgut. Dann wird einfach das irgendwo abgeschrieben und um des Effektes willen neu plaziert, von dem der Neukompilator denkt, dass es ihm nützt und Effekt macht. Er rechnet aber dann mit der Unbildung des Publikums. Wenn das Abgestandene und Abgekupferte der Partitur sich nicht einmal mehr als Parodie gerieren darf, bleibt nur Copy-Paste übrig. Ist das der Urklang der Jetztzeit? Guttenbergsches Gänsefüsschenvergessen? «I cannot eat something that is stolen» singt der biedere «Dichter» im Verlaufe des Abends. Bei so hochentwickelter moralischer Pingeligkeit müsste man um die Probleme des Urheberrechts wissen.</p>
<p>Den Text des gestohlenen Gesamtkunstwerks hat Simon Wills nach einem «aus dem vorderen Orient stammenden Volksmärchen» auch gleich selber verfasst. Es geht irgendwie um den Gegensatz zwischen Brot und Poesie, also Geld und Kunst oder Business und Besetzungsbewegung. Das Libretto ist ordentlich pointenlos, und wer salomonische Urteilsverkündigungen, kaukasische Kreidekreise und symbolbeladene Gerichtsverhandlungen gegen abstrakte Prinzipien auf Opern- und anderen Bühnen nicht ausstehen kann, wird gegen das Stückende hin zunehmend leiden, auch wegen der naiven Knusperhäuschen- und Weihnachtsmärchen-Aesthetik des Bühnenbildes und der hierzu passenden gewohnt gefälligen, geschichts- und gesichtslosen Inszenierung des Hausherrn.</p>
<p>«The Stolen Smells» ist nicht dazu angetan, das Vorurteil, wonach seit Henry Purcells Tod im Jahre 1695 aus dem Vereinigten Königreich kein nennenswerter Beitrag zur Musikgeschichte mehr geleistet wurde, gross zu widerlegen. Gegen gehobene Unterhaltung ist ja nun gar nichts einzuwenden. Es schien aber nicht so, dass sich das Publikum gross unterhalten fühlte. Die gestohlene Musik dieser Opera Buffa macht es dann eben doch niemandem so recht recht. Es hilft dann auch nicht, wenn der Komponist im Programmheft gegen die angeblich ungeliebten modernen Kollegen schimpft, bei denen er sich so reichlich bedient.</p>
<p><em>Bis 18. März 2012 am <a href="http://www.luzernertheater.ch/node/98">Luzerner Theater</a></em></p>
<p><em>(Musikalische Leitung: <em>Simon Wills, Inszenierung: </em></em><em>Dominique Mentha, Bühne: Werner Hutterli, Kostüme: <em>Susanne Boner, Licht: </em></em><em>Gérard Cleven, </em><em><em>Choreinstudierung: </em>Lev Vernik, </em><em><em>Dramaturgie:</em> Christian Kipper)</em></p>
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		<title>Ein Abend der schmetternden Bässe</title>
		<link>http://www.kulturteil.ch/2012/ein-abend-der-schmetternden-basse/</link>
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		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 09:28:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gianni Walther</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Alpha Kid]]></category>
		<category><![CDATA[Gaia]]></category>
		<category><![CDATA[treibhaus]]></category>

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		<description><![CDATA[Freitag 27. Januar – Alpha Kid präsentiert seine ers [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/01/AlphaKid.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-10897 alignright" title="AlphaKid" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/01/AlphaKid-150x150.jpg" alt="" width="120" height="120" /></a><em>Freitag 27. Januar – Alpha Kid präsentiert seine erste EP «The Mercury Rising» im Treibhaus.</em></p>
<p>Von Gianni Walther<span id="more-10895"></span></p>
<p>Einige Besucher geraten ins Schwitzen. Es donnert aus den Boxen. Heute Abend läuft elektronische Musik. <a href="https://www.facebook.com/alphakidmusic">Alpha Kid</a> kratzt überall ein wenig. Gewohnte House-Rhythmen mischen sich mit Elementen verschiedenster Sparten des grossen Genres Elektro: Dubstep, Minimal, Electroclash. Der bunte Mix wirkt nicht willkürlich. Die Zuschauer werden bei der Hand genommen und sorgsam durch das Set geführt. Man spürt, dass sich der junge Musiker viele Gedanken dazu macht, wie er die Besucher durch den Abend begleitet. Hie und da lässt er die Musik ins Sphärische abdriften. Sie verliert sich, plätschert vor sich hin. Glücklicherweise wird der Wiedereinstieg zum Klanggewitter nicht verpasst und die Zuhörerschaft kann vom verträumten Wippen wieder wechseln zu heftigem Kopfnicken oder Armwedeln.</p>
<p>Unterstützt wird der Abend durch ein zweites Projekt des Musikproduzenten, das den Namen <a href="https://www.facebook.com/pages/Gaia/219252141497176">Gaia</a> trägt. Hierbei nimmt er die Drumsticks in die Hand. Ergänzt wird er von zwei Herren (Carlo Vauxhall, Pierre Le Chat), die sich hinter einem Tisch verstecken, der voller Synthesizer, Computern und Effektgeräten ist. Einflüsse aus Drum&#8217;n'Bass und Minimal lassen sich ausfindig machen. Die Musik ist teilweise einfach, teilweise fordernd und vertrackt. Zwischendurch könnte das Ganze durch Sprachsamples aufgelockert werden. Das Luzerner Trio bietet daneben vor allem viel zum Schauen. Ihre weissen Pullover leuchten im Schwarzlicht, im Publikum haben sie Knicklichter verteilt. Zusätzlich wird die ganze Bühne noch mit einem Beamer beleuchtet. Verschiedenste Muster tanzen über die Leinwand und die Musiker. Es gibt viel an Information zu verarbeiten, trotzdem kann man sich fallen lassen.</p>
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		<title>Hinter der Wohlanständigkeit</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Jan 2012 10:45:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bühne]]></category>
		<category><![CDATA[Alan Ayckbourn]]></category>
		<category><![CDATA[Ueli Blum]]></category>
		<category><![CDATA[Verfolgte Unschuld – RollenSpiel]]></category>

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		<description><![CDATA[Englisches im Nidwaldernischen: Das Theater Stans bring [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Englisches im Nidwaldernischen: Das Theater Stans bringt Alan Ayckbourns komisches «RollenSpiel» aus der «Verfolgte Unschuld»-Trilogie in einer Mundartfassung von Regisseur Ueli Blum auf die Mürg-Bühne. Es kratzt unter der Oberfläche der bünzlihaften Wohlanständigkeit.</em></p>
<p>Von Urs Hangartner<span id="more-10887"></span></p>
<p><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/01/rollenspiel2.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-10888" title="rollenspiel2" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/01/rollenspiel2-300x151.jpg" alt="" width="300" height="151" /></a>Autor Alan Ayckbourn (*1939) ist ein überaus produktiver Altmeister der britischen Theaterkunst und für seine bühnenkünstlerischen Leistungen auch geadelt (Ernennung zum «Sir» 1997). «RollenSpiel», von Regisseur Ueli Blum in Mundart übertragen, ist Teil der Stück-Trilogie «Verfolgte Unschuld» («Damsels In Distress»), 2001 uraufgeführt. Natürlich ist «RollenSpiel» nicht nur sprachlich angepasst, sondern auch geografisch. Es spielt am Vierwaldstättersee. Die Wohnung von Christian «Chregu» Graf (Markus Omlin), wo seit sechs Monaten auch Elisabeth «Lise» Huber (Franziska Stutz) lebt, ist von seltener Grosszügigkeit: Eine riesige hohe Fensterfront lässt den Blick frei aufs Alpenpanorama, links eine wohl assortierte Bar, rechts ein Knautschleder-Sofa samt designhistorischem Beistelltisch (Eileen Grays Adjustable Table E 1027). Da und dort diverses Grünzeug (Bühne: Adrian Hossli). Es blitzt und donnert und schüttet draussen (richtiges Wasser).</p>
<p>Man ist in Erwartung, und es herrscht eine Aufgeregtheit: Lises Eltern und Chregus Mutter mit «Überlebensabschnittspartner» kommen zum Znacht, man soll sich kennen lernen. Und Chregu soll verkünden die Verlobung und auch gleich den Hochzeitstermin in drei Monaten. Als ihm seine Liebe eine neue Idee auftischt: Sie ziehe wieder zurück in ihre Wohnung bis dahin, und auch der Sex soll warten. Drei Monate Entsagung!</p>
<p><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/01/rollenspiel1.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-10889" title="rollenspiel1" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/01/rollenspiel1-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Was die jungen IT-Yuppies – er Softwaredesigner, sie Programmiererin – charakterisiert, sind Pingeligkeit und viel Bünzligkeit. Wenns nicht klappt, wird man (d.h. sie) schnell hysterisch. Alles muss zum Besten bestellt sein. Eine Gabel lässt sich partout nicht auffinden, sodass Lise eine suchen/kaufen gehen will. In der Zwischenzeit plumpst buchstäblich Pola Petite (Jana Avanzini) vom obersten Stock herab und in die wohlanständige Kulisse. Pola war Tänzerin (nicht klassisch, mehr Cabaret), hat einen gerade abwesenden rasend eifersüchtigen Freund, der ihr in Gestalt von Ex-Boxer Mike (Ruedy Lussy) einen Aufpasser zur Seite stellt. Das kann ja heiter werden: Zwei Halbweltgestalten in der guten Stube und die Eltern, die jeden Moment eintreffen sollen.</p>
<p>Sie kommen denn auch. Urs (Albert Müller) und Uschi Huber (Edith Pichler) bringen einen Gartenzwerg mit. Sie nennen Elisabeth, ihre jüngste und einzig wohlgeratene Tochter (die eine lesbisch in Kanada, die andere mit einem Chinesen verheiratet), «Öpfeli» (während sie von Christian urplötzlich vor den Eltern mit «Elisabetha» angeredet werden wollte). Er ist Kleingewerbler aus dem Säuliamt (Gartencenter in AG und ZH) und sucht einen Erben (der Christian heissen würde). Sie gigelt wegen jeder Belanglosigkeit. Auch Vater Huber ist ein Scherzkeks mit ins Leere laufenden Witzeleien.</p>
<p>Mutter Graf (Maja Schelldorfer) kommt allein, weil ihr auf dem Weg von Balsthal in die Innerschweiz ihr angetrunkener schottischer Geliebter abhanden kam. Sie selber ist aber auch ein tüchtiger Schluckspecht, der sich keinen Namen nennen kann und Pola mit Lise als Schwiertochter in spe verwechselt.  Eine traute Runde ist es nicht. Noch ist von einer Eskalation allerdings nichts zu spüren. Statt zu reden (die Verlobungsankündigung), singt Chregu «It’s a long way to Tipperary» (die anderen setzen ein). Am Schluss wird Mike Mutter Graf im entwendeten Lieblingswagen seines Chefs nach Balsthal begleiten. Chregu fleht Pola an: «Bitte nimm mich mit. Ich sitze hie i de Falle.» Und so gehen sie gemeinsam von dannen. Urs und Uschi sind allein der Wohnung, als zwei massige schwarze Bodies erscheinen …</p>
<p>Wer hat die Schlacht «Bünzli vs. Bünzli» gewinnen? Sieg der Vernunft? Fragen zu einer flotten Komödie voller Dialogwitz. Die sich allerdings nie ganz bitterbös ins Abgründig-Groteske ausweitet, wie aktuell Vergleichbares wie «Der Gott des Gemetzels» (alias «Carnage», von Yasmina Reza) es tut.</p>
<p><strong><a href="http://www.theaterstans.ch/dynamic/page.asp?seiid=20" target="_blank"> Theater Stans</a>: Verfolgte Unschuld – RollenSpiel, Aufführungen bis 31. März</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>«hau drüberabe!» oder Ländler à go-go</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 11:34:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bühne]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Herwig Ursin]]></category>
		<category><![CDATA[Jan Ratschko]]></category>
		<category><![CDATA[Kapelle Eidg. Moos]]></category>
		<category><![CDATA[Kleintheater Luzern]]></category>
		<category><![CDATA[Ruedi Häusermann]]></category>

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		<description><![CDATA[Schon wieder «Swissness» wie allenthalben und epidemi [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Schon wieder «Swissness» wie allenthalben und epidemisch auf Leinwänden, Konzert- und Theaterbühnen! Möchte man ausrufen. Aber das unvergleichliche Musiktheaterprojekt (inklusive Projektionen, animiert) mit dem Titel «Kapelle Eidgenössisch Moos» versöhnt bei allfälligen Abwehrreaktionen. So lassen wir uns «Swissness» allzu gerne gefallen. Im Kleintheater.</em></p>
<p>Von Urs Hangartner<span id="more-10872"></span></p>
<p><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/01/eidg_moos.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-10873" title="eidg_moos" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/01/eidg_moos-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>Kleintheater, 26.1.12: Etwas gstabig, eher wenig unkompliziert richten sich da drei ein auf der Bühne. Stellwände, die wandelbar noch Wundersames möglich machen werden, werden platziert und positioniert, es wird eingeblasen (Klarinette, Bassklarinette) und zurechtgerückt. Bis es losgeht. Ja womit denn? Die drei – Ruedi Häusermann,  Herwig Ursin, Jan Ratschko (der letzte ein Tüütscher) – bilden das Trio Kapelle Eidg. Moos. Und wie der Name erahnen lässt, ist Volksmusik angesagt. Sie sind bewährte Musikanten (in Tat und Wahrheit natürlich unaufdringliche Virtuosen) mit einem Auftrittsabo beim jährlichen Unterhaltungsabend. Als das Telefon (ein altes an der Wand) läutet, ist das Schweizer Farbfernsehen dran. Sie sagen ab, weil sie Prioritäten haben. Noch unwissend, dass das OK dieses Jahr Neumodisches wählen wird. In Gestalt eines einzigen, der ein XLR-3000 hat. Das Keyboard kann alles, automatisch. Die Tragik des Trios: gleichsam wegrationalisiert zu werden. Wo die drei doch extra ihr Repertoire erneuert haben, partiell. Das Müsterchen-Spiel durch den Telefonhörer, bei dem sie OK-Mitglied Heinrich – er wird auch mal mit dem rohrenden Töff kurz vor dem Fenster halten – ein kleines «Best of» präsentieren, nützt nichts. Er hat schon längst abgehängt, als sie es endlich merken. Der Besetztton ist dann Gelegenheit, um von diesem Grundton her sachte zu singen.</p>
<p><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/01/Ursin_Hausermann_Ratschko_Notenwurf.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-10874" title="Ursin_Hausermann_Ratschko_Notenwurf" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/01/Ursin_Hausermann_Ratschko_Notenwurf-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a> «Kapelle Eidg. Moos» ist Theater mit Musik oder umgekehrt. Mit Einfällen, wie man sie so noch nie gesehen (und gehört) hat. Vergesst «Visuals» – hier wird bewiesen, wie viel Animationspotenzial im Medium Hellraumprojektor steckt und, wenn mans kann, auch ganz grossartig eingesetzt werden kann. Da kann ein Fenster aufgehen und können Blumen aus den Töpfen spriessen (wenn man sie noch mit statischer Kanne giesst, umso besser). Es kann schneien am Berg zu «La haut sur la montagne». Servila-Senf, auf den Projektor geschmiert, ergibt einen Berg, auf den an der Wand das beleuchtete Bähnli hinauffährt. Und in der Nacht rasen zwei Autos die Bergstrasse hinab.</p>
<p><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/01/Hausermann_Pferd.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-10877" title="Hausermann_Pferd" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/01/Hausermann_Pferd-300x261.jpg" alt="" width="300" height="261" /></a>Musikalisch die Novität des Chorverdopplers qua Kopflautsprecher, wo bei Personalmangel Vielstimmigkeit möglich wird, z.B. fürs schöne «hau drüberabe!». Dazu auch Literarisches: Wiederholt kommt mit kulinarischen Kurztexten der grosse Robert Walser zu Wort, derweil der Solothurner Dialektautor Ernst Burren ab Kassettenrekorder zum Einsatz kommt für eine Art Mundartsprachkurs für Nicht-Einheimische («emu», «äscho», «öppede»). Es wird ausser musikalisch, theatralisch, literarisch, kulinarisch, animatorisch und hörspielerisch dann auch noch tierisch: Ein Schaf tritt auf und ein ausgewachsenes Showpferd mit Namen Macarena führt ein Kunststück vor.</p>
<p>Vor allem in der Vorführung von angeblichen alten Bräuchen – «Bräutigamschau Val Sugana», «Trüll Masollke» – aus allerlei Landesteilen entfaltet sich feiner, verschrobener Humor, eine Vertracktheit auch. Wie das Ganze kurzum von allergrösster Köstlichkeit ist.</p>
<p><a href="http://www.eidgenoessischmoos.ch/Moos/Stück.html">Kapelle Eidg. Moos</a>, <a href="http://www.kleintheater.ch/spielplan/ruedi-häusermann-herwig-ursin-jan-ratschko">Kleintheater Luzern</a>, Fr/Sa, 27./28.1., 20.00</p>
<p><!--more--></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Surrealismus?</title>
		<link>http://www.kulturteil.ch/2012/surrealismus/</link>
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		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 16:38:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gianni Walther</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wort]]></category>
		<category><![CDATA[barfood poetry]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Schwarz]]></category>
		<category><![CDATA[Max Christian Graeff]]></category>
		<category><![CDATA[Paul Dorn]]></category>
		<category><![CDATA[südpol]]></category>
		<category><![CDATA[Surrealismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Barfood Poetry. Im Südpol. Eine kleine Reise durch den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><a href="http://www.barfoodpoetry.ch"></a><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/01/413825_m1w440q100v47987_s8_gewinner_paul_dorn_81-16229159_BILD1.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-10853 alignleft" title="413825_m1w440q100v47987_s8_gewinner_paul_dorn_81-16229159_BILD1" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/01/413825_m1w440q100v47987_s8_gewinner_paul_dorn_81-16229159_BILD1-150x150.jpg" alt="" width="120" height="120" /></a><a href="http://www.barfoodpoetry.ch">Barfood Poetry</a>. Im Südpol. Eine kleine Reise durch den Surrealismus mit anschliessendem Gespräch.</em></p>
<p>Von Gianni Walther<span id="more-10852"></span></p>
<p>In der Bar ist es beinahe still, leise rieselt die Musik aus den Boxen. Man hört einzelne Gesprächsfetzen der kleinen Menge von Neugierigen und Freunden des Surrealismus, die sich eingefunden hat und in kleinen Grüppchen in der Bar verteilt. Das Durchschnittsalter ist relativ hoch. Gemütlich.</p>
<p>Der Raum wird abgedunkelt und die Veranstaltung startet. Auf der Bühne steht ein Sofa, davor ein Salontisch, darauf ein Stapel Bücher. Moderator Paul Dorn – im Anzug – besetzt den Stuhl daneben. Eine rot-weisse Absperrkette baumelt unter seinem Kittel hervor. Er startet mit einer sehr amüsanten Parodie auf die FDP, welche die Zuhörerschaft in teilweise heftiges Schmunzeln versetzt.</p>
<p>Ohne Unterbruch geht es danach weiter. Der Moderator verlässt die Bühne, eilt durch die Zuschauerreihen. Einige Besucher spricht er im Flüsterton an, für die anderen ist nur unverständliches Getuschel zu hören. Schliesslich findet er den Weg zurück auf die Bühne, um das Resultat seines kleinen Experiments zu präsentieren: Eine Aneinanderreihung von Substantiven.</p>
<p>Schliesslich setzt er sich wieder: Nun wird Stück für Stück der Bücherstapel vom Salontisch abgearbeitet. Einzelne Auszüge surrealistischer Literatur werden präsentiert – Vian, Breton, gar ein kurzer Auszug aus dem Lexikon – elegant vorgetragen, indem Dorn Abkürzungen als solche vorliest. Begleitet wird die ganze Reise von verschiedensten Bildern, die mit einem Episkop auf die Leinwand dahinter projiziert werden.</p>
<p>Die Vorstellung endet und das Gespräch beginnt. Martin Schwarz und Max Christian Graeff nehmen auf dem Sofa Platz. Margaretha Dubach war unglücklicherweise wegen eines Migräneanfalls verhindert. Das Gespräch wechselt schnell hin und her. Viele Themen werden angeschnitten und relativ schnell wieder fallen gelassen. Die Diskussion dreht sich um den Surrealismus des täglichen Lebens. Wirtschaft und Bankwesen werden besprochen. Politik. Ist Surrealismus Unsinn, ist Dada Unsinn, ist Blödsinn Unsinn?</p>
<p>Kurz vor dem Ende nimmt die Zuhörerschaft auch noch teil. Leider wird die lebhafte Diskussion abgebrochen, da die Herren den Zug erwischen müssen. Auf dem Weg nach Hause denke ich noch lange darüber nach. Einiges verstehe ich besser, vieles verwirrt mich umso mehr. Ein toller Abend.</p>
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		<title>Gurzuf: das Ungeheuer von Minsk</title>
		<link>http://www.kulturteil.ch/2012/gurzuf-das-ungeheuer-von-minsk/</link>
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		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 14:41:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nick Furrer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[De Haderi]]></category>
		<category><![CDATA[Gurzuf]]></category>
		<category><![CDATA[schüür]]></category>

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		<description><![CDATA[Nichts da, Handorgel und Trommel. Monströses Akkordeon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/01/Gurzuf1.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-10843" title="Gurzuf1" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/01/Gurzuf1-150x126.jpg" alt="" width="120" height="101" /></a>Nichts da, Handorgel und Trommel. Monströses Akkordeon neben atemberaubendem Schlagwerk – so klang der Donnerstagabend in der Schüür, wenn es laut wurde.</em></p>
<p>Von Nick Furrer<span id="more-10840"></span></p>
<p>Gurzuf ist in zweiter Linie eine Siedlung und Kurort an der Südküste der Krim – irgendwo am nördlichen Schwarzen Meer also. Gurzuf meint, zumindest hierzulande, bereits vermehrt das Duo aus Weissrussland. Das hat damit zu tun, dass sie durch Gigs im Sedel und am <a href="http://www.kulturteil.ch/2009/betorende-duos-und-ein-spates-highlight-%E2%80%93-b-sides-festival-tag-2/">B-Sides-Festival</a> eine nachhaltige Verbindung zu Luzern pflegen konnten. Der gestrige Slot in der Schüür bleibt wiederum nicht das einzige Schweizer Konzert und machte dem wöchentlichen Donnerspass alle Ehre.</p>
<p>Von der Figur des «Haderi» im Vorprogramm darf man sich <a href="http://www.myspace.com/dehaderi">hier</a> gerne seine eigene Meinung bilden. Nach ihm wurde kein Wort mehr geredet. Das war auch nicht nötig. Wie im Interview auf Radio 3fach angekündet, bevorzugt Egor Zabelov von Gurzuf die universelle Sprache seines Instruments. Das Zeug dazu scheint in seiner Familie verwurzelt. Vom Grossvater zum Vater zu ihm wucherte die Leidenschaft zum Akkordeon durch die Generationen. Sämtliche Stile wurden darauf gespielt und geübt, bis Egor seine eigene Art entwickelte. Um die Klangwelt kräftig zu unterstützen, fand er in Artem Zalessky seinen Drummer. So sassen sie, mit ein paar Samples und Bodendrückern bewaffnet auf der Schüürbühne – Donnerwetter!</p>
<p><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/01/Gurzuf2.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-10848" title="Gurzuf2" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/01/Gurzuf2-150x126.jpg" alt="" width="150" height="126" /></a>Gurzuf mögen die Idee der Bildsprache, die durch ihre Musik entsteht. So schossen einem von Anfang an ganze Fotoalben durchs Gehirn. Selbst wenn man Russland (im Falle von Gurzuf Weissrussland) noch nie am eigenen Leib erfahren konnte, fühlte man das Stück Heimat, welches die beiden unscheinbaren Herren mitschleppten. In den ruhigeren Abschnitten drückte das Akkordeon mit aller Sehnsucht auf die Brust, Yann Tiersen hätte es nicht besser gekonnt. Wenige Atemzüge später wurde man wieder von kargen Rhythmen überwältigt, die wie ein eisiges Monster über einem zusammenbrachen. Stets mit dieser grausamen Intensität, die bei Gurzuf allgegenwärtig war. An dieser Stelle darf man getrost den konstant bombastischen Drumsound bejubeln, auf den man sich in der Schüür schlicht und einfach verlassen kann.</p>
<p>Nach Konzertmitte und dem beeindruckenden Solostück Egors folgte der eine oder andere langatmigere Part, was man der Vollständigkeit halber erwähnen sollte. Alles in allem überzeugte das weissrussische Zweigespann aber praktisch durchs Band: Ausgeklügelte Rhythmen jagten die Harmonien über dissonantes Gefilde – mit einer beissenden Präzision. Die brachialen Parts blieben bei aller Gewalt vielseitig emotional, nicht zuletzt dank der Sensibilität der beiden Musiker. Ein einziger Fiebertraum, der irgendwie Spass machte.</p>
<p>Fast schon kindlich wirkten sie, als sie sich zum Schluss am Bühnenrand wiederfanden. Mit dem Satz «Tomorrow we play in Bern. Please Welcome!» hinterliessen sie einen dankbaren und äusserst sympathischen Eindruck.</p>
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		<title>Mathi? – Mathi!</title>
		<link>http://www.kulturteil.ch/2012/mathi-%e2%80%93-mathi/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 11:04:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bühne]]></category>
		<category><![CDATA[Kleintheater Luzern]]></category>
		<category><![CDATA[Matterhorn Produktionen]]></category>
		<category><![CDATA[«Die Mannigfalte»]]></category>

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		<description><![CDATA[In ihrer neusten Kreation «Die Mannigfalte. Ein algebr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>In ihrer neusten Kreation «Die Mannigfalte. Ein algebraisches Varieté» machen sich die bernisch-baslerischen <a href="http://matterhorn.li/index.html">Matterhorn Produktionen</a> («Fondue-Oper») auf, dem Phänomen Mathematik theatralisch auf die Spur zu kommen. Kopfig? Nicht unbedingt. Gastiert wird im Kleintheater.</em></p>
<p>Von Urs Hangartner (Bilder: Alexander Jaquemet)<span id="more-10817"></span></p>
<p><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/01/Mannigfalte_AlexanderJaquemet_7gross.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-10813" title="Mannigfalte_AlexanderJaquemet_7gross" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/01/Mannigfalte_AlexanderJaquemet_7gross-300x197.jpg" alt="" width="300" height="197" /></a>Es ist ganz einfach und immer so: E – K + F = 2. Will heissen: Ein Polyeder, vom Würfel bis zum Tetraeder etwa, eingeschrieben in eine Kugel (wie das Anschauungsbeispiel Fussball), dessen Anzahl Ecken (E) minus die Anzahl der Kanten (K) plus die Anzahl der Seitenflächen (F) ergibt wundersamerweise stets 2. Ein Würfel also hat 8 Ecken, 12 Kanten und 6 Seitenflächen: 8 – 12 + 6 = 2. So die sogenannte «Eulercharakteristik», die im Stück veranschaulicht wird. Aha.</p>
<p>Ganz am Anfang schreibt einer mit Schnürlischrift auf eine der fünf hängenden Schiefertafeln den Satz: «Was ist Mathematik?». Man hört ab Band die Stimmen von Mathematikern mit träfen Ausführungen zu ihrer wissenschaftlichen Kunst, fast schon Bonmots. Raffiniert und reizvoll: Ein Mathematiker doziert vor einer vollgeschriebenen Wandtafel in einer auf eine der Wandtafeln projizierten Videoeinspielung, es wird interaktiv, indem er eine Frage von der Bühne aufnimmt, während andere wiederum auf der realen Tafel mit Kreide ins Video gleichsam hineinschreiben und -zeichnen.</p>
<p>Schulerinnerungen kommen zu Sprache, wie das jeweils damals war mit der Mathi, im Nachhilfeunterricht, in der Waldorf-Schule (wie die Steinerschulen in Deutschland heissen). Gibt es mehr Bäume als Grashalme? Ist vorstellbar, dass es verschiedene Unendlichkeiten gibt? Oder mehr ganze Zahlen als Kommastellen? Was bedeutet das alles für die Welt? Verändert sich etwas durch Mathematik? Was nützts wem? Kümmert sich die Mathematik darum, was sie, die Mathematik, bedeutet?</p>
<p><a href="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/01/Mannigfalte_AlexanderJaquemet_4gross.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-10814" title="Mannigfalte_AlexanderJaquemet_4gross" src="http://www.kulturteil.ch/wp-content/uploads/2012/01/Mannigfalte_AlexanderJaquemet_4gross-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a>Mathematik als Theater: Da kann zu Zahlen choreografiert werden, also getanzt, wie aber auch gesungen. Mathematik kann sehr wohl auch ihr poetisches Potenzial offenbaren. Oder ihr theatrales. Wohin «Die Mannigfalte» am Ende allerdings und eigentlich führen wollte, hat sich uns mathematisch Unbedarften eher nicht erschliessen wollen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>«Die Mannigfalte. Ein algebraisches Varieté»</strong></p>
<p><strong> </strong>Regie/Raum: Ursina Greuel, mit: Lou Bihler, Franziska von Fischer, Newa Grawit, Simone Keller, Krishan Krone, Oliver Meier</p>
<p>Weitere Aufführungen im <a href="http://www.kleintheater.ch/spielplan/matterhorn-produktionen ">Kleintheater Luzern</a>: Fr/Sa, 20./21.1., 20.00</p>
<p>&nbsp;</p>
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